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Cornelia Link 17.04.2011 19:54 Uhr - Aktualisiert 18.04.2011 18:36 Uhr
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Repkes "Club der toten Dichter" überzeugte in Fürstenwalder Kulturfabrik

Fürstenwalde (moz) Zahlreiche Briefe und Gedichte hat Rainer Maria Rilke (1875-1926), einer der bedeutendsten Lyriker, verfasst. Mit selbstgeschriebener Musik brachte diese nun Reinhardt Repkes „Club der toten Dichter“ am Samstag in der ausverkauften Kulturfabrik zu Gehör und wurde frenetisch gefeiert.

  Gefeiert: Die Sänger Reinhardt Repke (links) und Katharina Franck (rechts) boten viel stimmliche Harmonie. © Cornelia Link

Nach Heine und Busch sich an den Lyriker Rilke zu wagen, war für Repke nach eigenem Bekunden nicht einfach. „Schon zu Schulzeiten wurde mir Rilke verprellt, erst 40 Jahre später habe ich seine Gedichte und Briefe für mich entdeckt“, bekannte der Sänger freimütig. Für das zweistündige Programm „Eines Wunders Melodie – Rilke neu vertont“ holte er sich Katharina Franck, langjährige Sängerin der Band Rainbirds an die Seite. Erstmals eine Sängerin im Club – und ein Volltreffer, denn ihre einfühlsame Stimme passte sehr genau zu den Texten und der teils ruhigen, teils treibenden Musik, sodass es den Gästen im ausverkauften Musikkeller leicht wurde, den lyrischen Stücken zu folgen.

Beide Sänger berichteten von den Liedern, dem Leben Rilkes und bezogen auch das aktuelle Zeitgeschehen mit ein. „Wir können ihnen nur einen Bruchteil von Rilke auf die Bühne bringen, hat er doch allein über 100 Liebesgedichte an seine Angebetete, Lou Andreas Salomé geschrieben“, gab Katharina Franck zu.

Für ein gelungenes Konzert sorgten zudem Tim Lorenz (Schlagzeug), Andreas „Spatz“ Sperling (Keyboard) und Markus Runzheimer (Bass). Alle Stücke, egal ob „Das Karussell“, „Die Laute“ oder „Herbsttag“ wurden vom Publikum frenetisch gefeiert, mit zahlreichen Bravo-Rufen honoriert. Erst nach drei Zugaben wurden die Musiker in die Samstagnacht entlassen. „Wir waren schon bei Busch hier, finden auch das Rilke-Programm super“, sagte Besucherin Doris Leichsenring (Berkenbrück). Ihr Gatte Jürgen, zugleich Organist, lobte besonders das Spiel des Keyboarders: „phantastisch“. Das Zusatzkonzert, am 19. November, ist bereits bestätigt.

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