. Petershagen-Eggersdorf(rj) "Die braune Falle" titelt eine Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz, die im kommenden Frühjahr für 14 Tage in der Gemeinde Station machen wird. Durch Vermittlung der SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Bierwirth zustandegekommen, erhält die Kommune so die Möglichkeit, ein weiteres Zeichen gegen Rechtsextremismus in ihrem Ort zu setzen.
Zur jüngsten Gemeindevertretersitzung hatte das Thema mehrfach eine Rolle gespielt. War doch im Vorfeld wegen der Abstimmung zu Ausstellungsfläche und Zeitpunkt der Ausstellung einige Aufregung ausgelöst worden. Sie gipfelte in der Annahme, die Verwaltung hätte keinerlei Interesse am Zustandekommen dieser Ausstellung. Das versuchte Bürgermeister Olaf Borchardt in seinem Tätigkeitsbericht entkräften.
Er begründete seine anfängliche Ablehnung und das Verschieben des angebotenen Ausstellungs-Zeitraumes vom Herbst 2008 ins nächste Jahr mit den laufenden Bauarbeiten an der Grundschule, daher problematischen Unterbringungsmöglichkeiten im Doppeldorf, und der hohen Belastung aller davon Betroffenen.
Öffentlichkeits-Mitarbeiterin Kathleen Brandau spezifizierte das und berichtete von Abstimmungsgesprächen mit den Leitern betroffener Grundschulen. Schließlich müssten für zwei Wochen zirka 200 Quadratmeter Fläche zur Verfügung gestellt werden, wofür die alte Turnhalle an der FAW-Schule den geeigneten Ort bildet. Das bedeutet allerdings, dass während dieser Zeit alle Schulsportstunden verlagert werden müssen. So werde derzeit ein Termin im ersten Quartal 2009 abgestimmt.
Er sei nicht ganz zufrieden, dass es noch keinen Termin gebe, drückte Dieter Neitzel in der Einwohnerfragestunde seinen Standpunkt in der Sache aus. Auch im Namen von Günter Knobloch sagte er, es scheine, dass das Problem Rechtsextremismus in Gemeinde, -vertretung und -verwaltung teilweise unterschätzt werde. Daran schloss sich die Bitte, sich deutlicher hinter das Ausstellungsprojekt zu stellen.
Inzwischen wurde der MOZ von der Gemeinde mitgeteilt, dass mit dem Büro von Petra Bierwirth (MdB SPD) der Termin 12. bis 26 März 2009 abgestimmt sei. "Wir wollten die vor zwei Jahren bereits in Seelow gezeigte Ausstellung unbedingt noch einmal in den berlinnahen Raum holen", so Büro-Mitarbeiterin Renate Westphal zur Erklärung. Mit seiner verkehrsgünstigen Lage am S-Bahnhof sei das Petershagener Schulgelände dafür der geeignetste Platz. Damit könne möglichst vielen Schulklassen und weiteren Interessierten die Möglichkeit der Besichtigung geboten werden.
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