Donnerstag, 18. September 2014
ABO-ButtonABO-ButtonABO-Button



20.04.2011 18:26 Uhr

artikel-ansicht/dg/0/

Goldpreis steigt erstmals über 1 500 Dollar

London (DPA) Gold auf Rekordjagd: Sorgen wegen der Schuldenkrise haben den Kurs des Edelmetalls am Mittwoch auf den Höchststand von mehr als 1500 Dollar getrieben. Der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) erreichte in der Spitze 1505,40 Dollar, so viel wie nie zuvor. Beim Nachmittagsfixing in London wurde ein Kurs von 1501,00 Dollar festgesetzt. Mit dem neuen Höchststand ist der Goldpreis seit Jahresbeginn um sechs Prozent geklettert. Im Vergleich zum tiefsten Stand 2011 ist Gold aktuell 14 Prozent teurer.

artikel-ansicht/dg/0/1/292739/
Could not get image resource for "fileadmin/media/images/articles/20080318114431_TKI105".  

Gold auf Rekordjagd: Sorgen wegen der Schuldenkrise haben den Kurs des Edelmetalls am Mittwoch auf den Höchststand von mehr als 1500 Dollar getrieben.

© AP

Silber verteuerte sich zuletzt auf 45,13 Dollar pro Unze. Seit 1980 war Silber nicht mehr so teuer. Seit Jahresbeginn hat Silber sogar noch stärker als Gold zugelegt: Hier liegt der Preissprung bei mehr als 60 Prozent. Von seinem Rekordhoch bei knapp 50 Dollar, das spekulationsgetrieben im Jahr 1980 erreicht wurde, ist der Silberpreise aber noch etwas entfernt.

Nachdem der Goldpreis die psychologisch wichtige Marke von 1 500 Dollar übersprungen hat, rechnen Experten mit einem weiteren Anstieg. „Gold und Silber scheinen nur noch einen Weg zu kennen: den nach oben“, hieß es beispielsweise in einem Kommentar der Commerzbank. Der schwache US-Dollar könnte Investoren zu weiteren Käufen motivieren, stimmte auch André Saenger von IG Markets zu.

Schon seit Tagen beflügelt ein Mix aus Schuldenkrise, Inflationssorgen, Dollar-Schwäche und Unruhen in der arabischen Welt die Preise für die vermeintlich sicheren Edelmetalle. Ein Händler brachte es auf den Punkt, als er von einem „perfekten Sturm für die Edelmetalle“ sprach. Dabei hatte insbesondere der Warnschuss der US-Ratingagentur Standard & Poor‘s in Richtung der US-Regierung zu Beginn der Woche die neue Rekordjagd bei den Gold- und Silberpreisen ausgelöst. Standard & Poor‘s stellte überraschend die Kreditwürdigkeit der USA infrage.

Als einen weiteren wichtigen Preistreiber sehen Fachleute aber auch die Schuldenkrise in der Eurozone, die sich in den vergangenen Tagen weiter zugespitzt hatte. Spekulationen über einen möglichen Schuldenschnitt in Griechenland ließen die Renditen für Staatsanleihen des Eurozonen-Staates massiv steigen. Gleichzeitig sprangen die Risikoaufschläge für Anleihen aus Griechenland auf neue Rekordwerte. Zudem treibe auch die Sorge vor den Folgen einer hohen Inflation und der zuletzt schwache US-Dollar die Anleger immer stärker in den „sicheren Hafen“ Gold und Silber, hieß es von Experten.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Lesezeichen setzen

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel

Ort, PLZ oder Redaktion

localnews , moz , '+oms_keyword+'; ,

Neueste Kommentare

18.09.2014 15:37:22 Ilona

Subbotnik

18.09.2014 15:11:31 Dr. Volker Nitzsche

Potentielle Macht der Nichtwähler

18.09.2014 15:06:29 Realist

Unbedingt

18.09.2014 15:04:39 Marco Habeck

@ König Peter

18.09.2014 14:58:36 stefan kranz

@juristen-Opfer

Regional

© 2014 moz.de Märkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG