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Jörg Kühl 19.05.2011 08:00 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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Klingemühle vor der Wiedereröffnung

Chossewitz (moz) Die Klingemühle wird in wenigen Tagen wieder eine Adresse für Ausflügler sein. Am 28. Mai möchten die neuen Eigentümer auf der Besucherterrasse erstmals seit 12 Jahren wieder Gäste bewirten. Unklarheiten gibt es derweil noch über die Frage der Abwasserentsorgung.

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Bald klappert sie wieder: Hartmut Sonnenhol und Tanja Ziwey vom Verein Buenaventura freuen sich auf die ersten Gäste, die die Klingemühle besuchen werden. Für diesen Anlass wurde die Besucherterrasse herausgeputzt und ein Imbisswagen aufgestellt.

© MOZ/Jörn Tornow

Mit der Wiedereröffnung der Besucherterrasse am 28. Mai möchten die neuen Eigentümer der Klingenmühle an die große Tradition des einst beliebten Ausflugslokals im Oelsetal anknüpfen. Zur Einweihung des Terrassenbistros, der ab 14 Uhr für Fahrradfahrer, Wanderer und andere Ausflügler seine Pforten öffnet, gibt es Wildschwein am Spieß, vegetarische Speisen, Bier vom Fass und andere Getränke. Um 14 Uhr geht es los. Für die jüngeren Besucher ist eine Kinderecke vorbereitet, zur Unterhaltung aller Gäste gibt es Livemusik. „Wir freuen uns, den ersten Schritt zur Neubelebung dieses romantisch gelegenen Objektes zu gehen“, sagte Hartmut Sonnenhol, der Vorsitzende des Vereins Buenaventura, der um Jugend- und Erwachsenenbildung anbietet.

An seinem neuen Standort in der Klingemühle sollen in Zukunft auch Seminare durchgeführt werden, die sich mit Umweltbildung beschäftigen. Zu diesem Zweck, so ist geplant, sollen 16 der vorhandenen Bungalows zu rustikalen Unterkünften für Seminarteilnehmer und Urlauber um- und ausgebaut werden. Im Bereich des eigentlichen Mühlengebäudes soll neben dem jetzt eröffneten Bistro eine Fahrrad-Servicestation entstehen.

Für die Sanierung und Modernisierung der gesamten Anlage möchte der Verein etwa 450 000 Euro bis 2013 investieren. Dafür seien Gelder aus dem Programm zur Förderung der ländlichen Region (ILE/Leader) beantragt worden.

Unklar ist noch die Frage, wie nach der Wiederinbetriebnahme der Ferienanlage das Abwasser abtransportiert werden soll. Für den Bistrobetrieb, der jetzt beginnt, ist ein Abwassersammeltank aus Kunststoff angeschafft worden. Diese Lösung sei aber nur eine Zwischenlösung, so Sonnenhol. Die Projektentwicklungsgesellschaft Klingemühle, die der Verein inzwischen gegründet hat, will stattdessen eine Pflanzenkläranlage installieren. Weil die Klingemühle aber in einem sensiblen Bachtal liegt, sind die Behörden skeptisch und haben dem Verein in einer Beratung in der Friedländer Burg, zu der Friedlands Bürgermeister Thomas Hähle eingeladen hatte, ihre Bedenken erläutert.

Sonnenhol glaubt dennoch an den Sinn und Nutzen einer Pflanzenkläranlage: „Die Qualität des ökologisch geklärten Wassers wäre höher, als die der umliegenden Gewässer“, ist der Vereinsvorsitzende überzeugt. Die Alternativen wären, eine 900 Meter lange Abwasserleitung nach Chossewitz legen zu lassen, was zu immensen Kosten führen würde, oder aber, das Wasser mit Tanklastwagen aus dem Objekt zu schaffen, was Sonnenhol für „nicht kompatibel mit dem 21. Jahrhundert“ hält.

Hähle begrüßt die Wiedereröffnung der Ausflugsterrasse: „Ich beglückwünsche den Verein ausdrücklich und wünsche ihm viel Erfolg.“ Hähle versprach, alle Möglichkeiten zur finanziellen Förderung eines Anschlusses an das Abwasser-Ortsnetz von Chossewitz zu prüfen.

Die Ortsvorsteherin von Chossewitz, Edith Mochow, lobt die neuen Eigentümer: „Es gehört ganz viel Mut dazu, das Objekt, das über die Jahre so heruntergekommen war, anzupacken. Ich bewundere den Verein und wünsche ihm alles Gute!“ Die Chossewitzer hätten die neuen Eigentümer zunächst neugierig beschnuppert und inzwischen voll akzeptiert. „Die Klingemühle war ein Aushängeschild für den Ort. Wir unterstützen, dass die Mühle wieder aktiv wird.“

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