to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Montag, 25. September 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Markus Kluge 15.06.2011 20:31 Uhr

artikel-ansicht/dg/0/

Christoffers will Solarpark in der Heide

Neuruppin (moz) Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) plädiert dafür, die Flächen des ehemaligen Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide vernünftig zu splitten und so die Gewinnung erneuerbarer Energien und Naturschutz zu ermöglichen.

artikel-ansicht/dg/0/1/318865/

Das sagte der Minister am Mittwoch bei der Eröffnung des Konversionssommers in Wittstock. Laut Christoffers habe der Haushaltsausschuss des Bundestags, als er vorgeschlagen hatte, die komplette Kyritz-Ruppiner Heide als Naturerbe zu erklären, nur nach der finanziell günstigsten Lösung gesucht. Das Land Brandenburg möchte aber, dass die vormals militärisch genutzten Flächen für die Gewinnung erneuerbarer Energien genutzt werden. Überrascht sei Christoffers darüber gewesen, dass seine Kollegin, Umweltministerin Anita Tack (Linke), Ende Mai verkündete, dass die Heide nicht Nationales Naturerbe werden soll und die Umweltministerkonferenz das unterstützt.

„Ich weiß, dass die Region ihre Zustimmung für den Naturerbe-Status gegeben hat“, so Christoffers. Er schlägt daher vor, die Heide-Flächen vernünftig zu splitten. Dadurch könnten einige Areale den Schutzstatus erhalten, ohne das der begrenzte Naturerbe-Flächenpool dafür ausgeschöpft wird. Andererseits könnte das Land seine Ziele verwirklichen und den Bau von Windkraft- und Solaranlagen auf dem ehemaligen Militärgelände ermöglichen.

Denn die Pacht der Investoren könnte nach Angaben von Christoffers in einen Fonds eingezahlt werden, der dazu genutzt wird, um Munition aus dem Boden zu beseitigen. Auch hält er es für möglich, damit einige touristische Ziele der Region zu verwirklichen. „So etwas muss dann letztlich vor Ort entschieden werden“, so der Minister.

Ein gelungenes Beispiel sei der Bau einer Photovoltaikanlage in der Lieberoser Heide, wo das schon so gehandhabt wird. Hinzu komme, dass, wenn Anlagen nach bis zu 25 Jahren ausgedient haben, große Areale ohne Altlasten zur Verfügung stehen.

Laut Christoffers will das Land weiterhin ehemalige Militärflächen zivil nutzen – vor allem für den Ausbau der erneuerbarer Energien. Das stärke die regionalen Wirtschaftskreisläufe, betonte Christoffers in seiner Rede im Wittstocker Rathaus. In der aktuellen Förderperiode seien bereits für 41 Projekte 11,7 Millionen Euro Fördermittel bewilligt worden. Der Ausbau erneuerbarer Energien müsse vorangetrieben werden, wenn Klimaschutzziele erreichen werden sollen.

Mit gutem Beispiel wird aktuell in Alt Daber bei Wittstock vorangegangen. Binnen weniger Monate hat dort das Unternehmen Belectric die Genehmigung erhalten, auf dem ehemaligen Flugplatz eines der größten Freiflächen-Photovoltaikkraftwerke zu errichten. Es hat eine Leistung von mindestens 70 Megawatt und kann rund 21 000 Haushalte mit Strom versorgen. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren wird es zirka 870 000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Das Unternehmen zahlt nicht nur Pacht und Gewerbesteuer in der Region, sondern will für rund 31,3 Millionen Euro auch ein Kompetenzzentrum für die Stromspeicherung aufbauen. Dafür will das Unternehmen selbst Speicherkraftwerke in den alten Hangars aufbauen, in denen Blei-Säure-Akkumulatoren die Sonnenenergie speichern und bei Bedarf in das Stromnetz einspeisen. Christoffers begrüßt solche Ansätze ausdrücklich.

Im Rahmen des 13. Konversionssommers werden im gesamten Land Exkursionen, Ausstellungen oder Workshops angeboten. Alle beschäftigen sich mit der Nachnutzung ehemaliger Militärflächen.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion