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Man müsste mal ... Fotos ausstellen

Galeristen: Udo Krause (l.), Manuela Busch und Frank Wiemeyer erfüllten sich ihren Traum einer Galerie, die ihre Kunst zeigt, einfach selbst. Sie eröffneten im Bootsweg 6 die private „Galerie16303“ und stellen ihre Fotos aus.
Galeristen: Udo Krause (l.), Manuela Busch und Frank Wiemeyer erfüllten sich ihren Traum einer Galerie, die ihre Kunst zeigt, einfach selbst. Sie eröffneten im Bootsweg 6 die private „Galerie16303“ und stellen ihre Fotos aus. © Foto: MOZ/Michael Dietrich
Michael Dietrich / 08.07.2011, 07:48 Uhr - Aktualisiert 08.07.2011, 15:29
Schwedt (In House) Noch ist es ein Geheimtipp: Es gibt eine neue Galerie in der Stadt. Unscheinbar, ohne große Werbung öffneten Frank Wiemeyer, seine Partnerin Manuela Busch und Udo Krause am Sonnabend eine private Galerie und stellen hier Fotos aus.

Die „Galerie16303“ ist in der Hausmeisterwerkstatt der ehemaligen Gebäudewirtschaft im Bootsweg 6 zu finden. Einfach die Postleitzahl als Name, einfach ein 150 Quadratmeter großer, weiß getünchter Raum, einfach Fotos aufgehängt. Fertig. Es sind schöne Fotos von den Reisen Frank Wiemeyers nach Afrika. „Gagarin in Afrika“ heißt die erste Ausstellung und zeigt Kinder, Arbeiter, Polizisten, junge Frauen und immer wieder Kinder in Elfenbeinküste und Mali. Die großformatigen Fotos auf Aluminium gedruckt sind beeindruckend.

So schlicht die Momentaufnahmen spielender Kinder auf einem Schulhof, eines Schreiners bei seiner Arbeit oder angeblich mit Zauberkräften ausgestatteter Aufpasser aus Burkina-Faso auch sind, sie gleichen Gemälden. „Eindrucksvolle Bilder von hoher Professionalität“ kann sich Ubs.-Fotograf Udo Krause nicht verkneifen.

Er und sein Freund Frank Wiemeyer hatten den leer stehenden Raum zeitgleich entdeckt und den immer wieder alten Vorsatz „man müsste mal ...“ einfach in die Tat umgesetzt. Sie mieteten die Werkstatt, weißten die Wände, entwarfen Ausstellungskonzept, Logo, Einladungen für Freunde und Internetauftritt. Und wie Jugendliche just for fun einen Wäschekeller zum Clubraum herrichten, schufen sich die Kunstfreunde jetzt, mit 46 beziehungsweise 52, ihre eigene Galerie, um ihrer Leidenschaft Kunst/Fotografie/Poesie einen Raum zu geben.

Zuerst für die Fotografien von „Gagarin“ Frank, der noch heute durch den Raum tanzt, flitzt oder wie ein Kosmonaut hüpft, wenn er begeistert Geschichten über seine Afrika-Reisen erzählt. Anschließend zeigt Udo Krause seine „Subart“-Fotos und Manuela Busch illustrierte Poesie.

Es wird genau vier solche Ausstellungen bis Ende September geben, ohne Eintritt, ohne Verkauf, danach schließen die drei ihre Galerie wieder. Was für Berlin nur eine Randnotiz bei gefühlt 2000 Hinterhofgalerien wäre, ist hier eine Überraschung. Da fragen viele: Wie rechnet sich denn das? Gar nicht. Wer die drei anschaut, weiß sofort, warum sie es dennoch tun: Sie haben kindlichen Spaß daran, wie damals die Wäschekeller-Renovierer ...

„Gagarin in Afrika“ bis zum 21. Juli, Galerie16303 am Bootsweg 6 in Schwedt, Mi, Sa und So jeweils 14-18 Uhr, oder nach Vereinbarung: Tel. 0173 2853138, Eintritt frei

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