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Magdeburger Zoo hätte Tigerjunge nicht töten dürfen

Größte Katze der Welt: Ein Sibirischer Tiger oder auch Amur-Tiger genannt, aufgenommen im Freigehege des Zoos im brandenburgischen Eberswalde.
Größte Katze der Welt: Ein Sibirischer Tiger oder auch Amur-Tiger genannt, aufgenommen im Freigehege des Zoos im brandenburgischen Eberswalde. © Foto: dpa
27.07.2011, 16:10 Uhr
Magdeburg (DPA) Der Magdeburger Zoo hat mit der Tötung von drei nicht reinrassigen Tigerjungen gegen geltendes Recht verstoßen. „Nirgendwo ist vorgesehen, im Zoo geborene Jungtiere, die nicht zur Erhaltung ihrer Art beitragen können, umzubringen“, zitierte die Tierschutzorganisation Peta am Mittwoch aus dem schriftlichen Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg von Anfang Juli. Mit dem letztinstanzlichen Urteil waren der Zoodirektor und drei Mitarbeiter zu Geldstrafen verurteilt worden.

Die Organisation forderte nun personelle Konsequenzen. Die Tiere waren 2008 getötet worden, weil ihr Vater Taskan kein reinrassiger sibirischer Tiger war. Die Richter wiesen die Argumentation der vier Angeklagten, die auf das Zuchtprogramm mit reinrassigen Tieren verwiesen hatten, klar zurück: „Der Artenschutz und die biologische Vielfalt erfordern keine Euthanasie“. Es sei auch anders zu verhindern gewesen, dass die Jungen später Nachwuchs zeugen.

Der Zoo habe auch genügend Platz für die Tiger gehabt, hieß es Peta zufolge im Urteil weiter. Zudem seien letztendlich der Mensch und ein Fehler im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm dafür verantwortlich, dass die Mischlinge gezeugt worden seien.

Kommentare

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anny 28.07.2011 - 15:15:01

Beleidigungen...

...aha... WAS genau soll ich denn nicht verstanden haben? Das der Mensch und kein Zoodirektor das Recht haben SOWAS zu tun! Du glaubst ich bin ein radikaler Tierschützer? Wobei ich mich frage, was du unter -radikaler tierschützer- verstehst. Da kann ich nur sagen: Radikal ist so ein Vorgehen. Und ...was für alternativen gibt es denn zum Zoo? Aber so ein Zoo ist ja schon was tolles. Da kann man vom Aussterben bedrohte Tierarten noch sehen... ...Vergessen wir da dann einmal, das der Mensch diese Arten zum aussterben bringt. Applaus...

Tierschützer 28.07.2011 - 14:24:04

Recht?

Ich habe schon verstanden warum es geht. Vielleicht du nicht. Da nützen auch Beleidigungen, wie Frechheit, sogenannten Zoodirektor, daher gelaufen, nicht. Das ist die Ausdrucksweise von radikalen Tierrechtlern, die ohne Alternative die Zoos abschaffen wollen. Natürlich hast nur du Recht und die Andersdenkenden nicht.Da nützt auch ein nettes Zitat wenig.

anny 28.07.2011 - 12:03:33

Ky

Sag mal "tierschützer"?! Hast du von dem, um was es geht, eigentlich was verstanden? Ich glaube nicht... Eine frechheit-gelinde Ausgedrückt- ist dieses Verhalten eines sogenannten Zoodirektor. Wo leben wir denn, wenn jeder daher gelaufende Tiere vermehren kann und sie dann tötet, da sie ja nicht reinrassig sind. GEGEN ZOO´S "Im Umgang mit den Tieren, erkennt man den moralischen Wert einer Gesellschaft"

Antonietta 28.07.2011 - 07:44:05

gegen Zoos !!!

Eisbär Knut war für den Berliner Zoo der Jackpot. Millionen Menschen wollten das niedliche Bärenbaby sehen. Das brachte dem Tierpark ein Vermögen ein. Knut starb mit vier Jahren einen allzu frühen Tod. Andere Kinderstars erwartet als ausgewachsene Tiere allerdings noch ein schlimmeres Schicksal. Die Tierschutzorganisation Peta beklagt, dass viele Zoos züchten, ohne sich über den späteren Verbleib der Tiere Gedanken zu machen. Hat der Zoo nicht den Platz und das Geld, um die Nachzuchten zu behalten, müssen andere Lösungen gefunden werden. Oft, so Peta, würden die Tiere dann an Zirkusse, Privathändler oder sogar exotische Restaurants verkauft.

Maxe 27.07.2011 - 17:54:06

Mal 'ne Frage:

Jede Hauskatze kann man kastrieren lassen und bei Tigern geht das nicht? Toller Tierschutz ausgerechnet von jemandem, dessen Beruf es ist, sich um das Wohlergehen von Tieren zu kümmern!

Tierschützer 27.07.2011 - 17:06:13

Ehrabschneidend

Wenn PETA hier auf ihren offenen Brief abzielt, der an den OB ging, muss ich sagen das der Inhalt dieses Briefes eine Frechheit ist. Einem Zoodirektor zu unterstellen er wäre lebensverachtend und kriminell ist ehrabschneidend. Das nur weil er seine Aufgabe als Artenschützer wahrgenommen hat. Das PETA, die die Abschaffung von Tierhaltung in Menschenhand als Ziel hat, anderer Meinung ist, ist verständlich. PETA ist seinem Ziel offensichtlich etwas näher gekommen, aber hat mit diesem Verfahren dem Artenschutz einen großen Schaden zugefügt. Ich hoffe für PETA nur, dass wenigstens ein paar Spenden mehr auf ihrem Konto gelandet sind.

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