Samstag, 19. April 2014



Stefan Lötsch 02.08.2011 19:58 Uhr - Aktualisiert 03.08.2011 08:53 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Regenwasser wird illegal 
abgeleitet

Eisenhüttenstadt (moz) Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben es wieder einmal gezeigt: Nicht alle Hauseigentümer entsorgen das Regenwasser sachgerecht auf dem eigenen Grundstück, sondern lassen es auf öffentliche Flächen fließen. Die Stadt will die illegale Praxis verstärkt kontrollieren.

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Auch wenn es in den vergangenen Tagen immer mal wieder mehr geregnet hat als sonst üblich: Manche Überschwemmung und größere Wasseransammlung wären vermeidbar gewesen. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass das Regenwasser dort entsorgt wird, wo es hingehört, nämlich auf den Grundstücken. Es werde dagegen verstärkt festgestellt, dass Niederschlagswasser von privaten Grundstücken auf kommunalem Grund bzw. öffentlichen Straßen abgeleitet werde, sagt Michael Reichl, Fachbereichsleiter für Bauen und Liegenschaftsverwaltung.

„Grundsätzlich muss das Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück beseitigt werden“, ruft Reichl die einschlägigen Bestimmungen in Erinnerung. Meist handelt es sich dabei um Wasser, das vom Dach herunterkommt. Dabei ist Sorge zu tragen, dass das Wasser nicht auf Nachbargrundstücke tropft oder gar fließt. Das gilt auch für Grundstückszufahrten, die nicht auf öffentliche Flächen entwässert werden dürfen.

Die Probleme treten vor allem in den Ortsteilen Schönfließ und Diehlo auf, so Reichl. Wobei der Fachbereichsleiter zugibt, dass es gerade in Diehlo Bereiche gibt, die, was die Regenentwässerung anlangt, nicht ganz einfach sind.

Die Stadt will das Augenmerk nun verstärkt auf die illegale Praxis legen. „Die Kontrollen beginnen im 1. Quartal des nächsten Jahres im Ortsteil Diehlo und werden ab dem 2. Quartal in den Ortsteilen Schönfließ und Fürstenberg sowie der Innenstadt fortgesetzt.“ Betroffene Grundstückseigentümer haben also noch Zeit, Abhilfe zu schaffen. Vorsorglich weist Michael Reichl aber auch darauf hin, dass für Schäden am städtischen Eigentum, die durch illegal entsorgtes Regenwasser entstehen, Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.

Auch Jürgen Köpke, Leiter des Betriebsstättenteils Abwasser beim Wasserzweckverband Oder- aue, kennt das Problem. „Viele machen es sich einfach, leiten das Regenwasser auf öffentliche Flächen.“ Wobei es verschiedene Arten gibt, das Wasser legal loszuwerden. „Wir haben in Eisenhüttenstadt zum Großteil ein Trennsystem in der Kanalisation“, so Köpke. Für Regenwasser gibt es eigene Rohre. Dafür ist allerdings eine gesonderte Gebühr fällig, wenn die Gebäude daran angeschlossen sind. Eine Ausnahme ist Fürstenberg. „Dort gibt es nur einen Schmutzwasserkanal.“ Da dieser von der Dimension her nicht für das zusätzliche Regenwasser ausgelegt ist, müssen die Grundstückseigentümer eigene Lösungen schaffen. Entweder man hat ausreichend Versickerungsflächen. „Man kann aber auch einen Schacht bauen“, so Köpke. In Fürstenberg hat der Wasserzweckverband auch schon kontrolliert, ob von manchen Grundstücken illegal Regenwasser in den Schmutzwasserkanal eingeleitet wurde.

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