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Eisenhüttenstadt . Die Frauenwoche in Brandenburg erlebt im März ihre 19. Auflage. Seit Beginn ist Eisenhüttenstadt mit von der Partie. Auch in diesem Jahr gibt es eine Reihe von Veranstaltungen - vom sportlichen Auftakt bis zum Theater-Finale.

  F³r Gleichstellung: Michaela Hõnsel will, dass Frauen sich f³r ihre Themen interessieren. Foto: GMD/Gerrit Freitag ©

"Frauenpolitik im Spiegel der Macht - Accessoire oder Motor der Entwicklung", so lautet das vom Frauenpolitischen Rat Land Brandenburg vorgegebene Motto der diesjährigen Frauenwoche. Die 2009 anstehenden Wahlen, die zwei Jahrzehnte nach der Wende, das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation sowie Frauengeschichte und Frauengesundheit sollen die Schwerpunkte sein - in Diskussionsforen, Fachkonferenzen, Workshops, Ausstellungen und interkulturellen Begegnungen. Größter Veranstaltungsort in Oder-Spree ist Fürstenwalde, wo rund zwei Drittel der Termine um den Internationalen Frauentag angesetzt sind. Aber auch Eisenhüttenstadt ist wie immer gut vertreten. In der Stahlstadt sind vom 1. bis 19. März sieben Veranstaltungen vorbereitet (siehe Infokasten). Die Organisationsfäden hält Michaela Hänsel, Gleichstellungsbeauftragte im Rathaus, zusammen. Für sie ist die Aktionswoche die Zeit im Jahr, "in dem frauenpolitische Aspekte zur Sprache gebracht werden - kompakt und eindringlich". Es würden Themen angesprochen, die sonst Gefahr liefen unterzugehen, obwohl sie im alltäglichen Gespräch sein sollten.

Zur Sprache zu bringen, wie die Situation der Eisenhüttenstädterinnen 20 Jahre nach dem Mauerfall ist, liegt Michaela Hänsel besonders am Herzen. "Mit der Wende gab es wesentliche Einschnitte in den Lebens- und Arbeitsbiografien. Vorher waren die Frauen voll berufstätig, auch in eher frauenuntypischen Berufen, als Ingenieurin oder Anlagenfahrerin im EKO. Die sind besonders hart getroffen von der Arbeitslosigkeit. Viele der damals 40- bis 50-Jährigen haben es trotz Umschulung und Fortbildung nicht auf den ersten Arbeitsmarkt geschafft, sich nur von einer ABM zur nächsten gehangelt", weiß die Gleichstellungsbeauftragte. Diese Generation sei besonders hart getroffen, weil sie mit empfindlichen Abschlägen in die Rente gehen. In der Frauenwoche sind die Eisenhüttenstädterinnen nun aufgerufen, von ihren Erfahrungen zu berichten. Im Frauen- und Familienzentrum wird es eine Gesprächsrunde geben, bei der Life-Berichte - wie die Organisatoren es nennen - ausdrücklich erwünscht sind. Aber auch um Frauen in der Politik, die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern, die Frau als Familienmanager und andere Themen soll es gehen.

Die Frauenwoche in Eisenhüttenstadt wird jedoch nicht nur aus Debatten bestehen. Es gibt das nun schon traditionelle Mixed-Volleyballtrunier mit Frauen-Mindestbeteiligung, Ernährungstipps zur Sofortprobe, eine Salsa-und eine Frauentagsparty. Für Michaela Hänsel, die in der Vorbereitung u. a. vom Verein Frauen für Frauen, dem Frauen- und Familienzentrum, Lehrerinnen und Schulsozialarbeitern unterstützt wurde, ist der letzte Programmpunkt sehr wichtig. "Durch dick und dünn" heißt das Theaterstück, mit dem besonders junge Mädchen ab 14 angesprochen werden sollen. Möglicherweise sorgt das für eine Zulauf jüngeren Publikums. Das Durchschnittsalter der Besucher lag bislang bei 60 Jahren.

1. März: Volleyballturnier um den GEW Pokal, ab 8.30 Uhr in der Sporthalle am Diesterwegring; Mixed-Mannschaften (mindestens zwei Frauen); Anmeldungen sind unter Tel. 03364 43607 oder 03364 44809 möglich

7. März: Frauen-Salsa-Party ab 18 Uhr im Club Marchwitza, Diehloer Berge 6; eingelanden sind Frauen, die unter kundiger Anleitung die ersten Tanzschritte wagen und sich bei der anschließenden Party gleich ausprobieren wollen; Unkostenbeitrag 5 Euro (inkl. Imbiss); weitere Auskünfte und Anmeldung im Club Marchwitza (Tel. 03364 46047) oder Gleichstellungsbeauftragte Michaela Hänsel (Tel. 03364 566356)

7. März: Frauentagsparty ab 21 Uhr im Fürstenberger Gesellschaftshaus Schleicher, Wilhelmstraße 37, mit Überraschungsprogramm nur für Frauen (Männer ab 23 Uhr möglich); Einlass 20.30 Uhr, Eintritt 8 Euro (Gruppenrabatt auf Anfrage möglich); weitere Infos und Anmeldung unter Tel. 03364 750470

10. März: Gesprächsrunde " FrauenLeben - 20 Jahre nach der Wende"; jeder Gast soll zu Wort kommen, von seinen Erfahrungen berichten; ab 9 Uhr im Frauen- und Familienzent-rum (Stadthafenweg 9); der Eintritt ist frei; weitere Auskünfte unter Tel. 03364 44825

13. März: Gesprächsrunde "Frauen und ihr Können" mit der Vorsitzenden des Demokratischen Frauenbunds, Brigitte Triems; kleiner Imbiss, Fotoausstellung und Kulturprogramm; freier Eintritt; Beginn im Frauen- und Familien- zentrum (Stadthafenweg 9) ist um 15 Uhr; Infos unter Tel. 03364 44825

17. März: Themennachmittag "Frauengesundheit - Diabetes" im Frauen- und Familienzentrum (Stadthafenweg 9); ab 14.30 Uhr gemeinsame Vorbereitung von für Diabitker geeigneten Speisen; ab 16 Uhr Vortrag und Gesprächsrunde mit Ernährungsberaterin sowie Verkostung; freier Eintritt; Infos unter Tel. 03364 44825

19. März: "Durch dick und dünn" Theaterstück mit dem "theaterspiel" aus Witten zum Thema Essstörungen und zur Suche nach den eigenen Stärken; für Jugendliche ab 14 Jahre; Beginn in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (Diehloer Straße 66); Eintritt ein Euro; Infos unter Tel. 03364 566356

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