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"Happy Birthday, Bogge"

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VPETERSSONN / 27.03.2009, 08:00 Uhr
Eberswalde () "Es ist ein Geschenk an uns alle." Mit diesen Worten eröffnete Kulturamtsleiter Stefan Neubacher am Mittwochabend die Ausstellung "Andreas Bogdain & Kollegen". AB aus C, wie sich der Choriner Künstler selbst gern nennt, wird im April 50.

"Dürfen wir schon gratulieren?" Dies war wohl die Frage, die Andreas Bogdain am Mittwochabend in der Kleinen Galerie am häufigsten gestellt wurde. Und sie kam nicht von ungefähr. Schließlich ist Bogdains 50. Geburtstag der eigentliche Anlass für die Werkschau. Der Maler und Grafiker konnte die Gästeschar aber beruhigen. Er "nullt" erst am 14. April, also genau während der Ausstellung.

Neben diesem Jubiläum gibt es aber noch weitere, wie Laudator Wolfgang Schubert bei der Vernissage verriet. Bogdain, von seinen Freunde kurz "Bogge" genannt, lebt seit 30 Jahren im Barnim und seit fünf Jahren besteht die Galerie AB in Chorin. Bogdain hatte 1991 den Eberswalder Kunstverein "Die Mühle" mit aus der Taufe gehoben und war von 1993 bis 2002 dessen Vorsitzender.

Künstlerisches Schaffen brauche nicht nur die Ruhe und Einsamkeit im heimischen Atelier, sondern auch Öffentlichkeit, sagte Schubert. Und genau darum habe sich Bogdain verdient gemacht. So wie er 2004 seine Galerie in Chorin gleich für Kollegen öffnete, so selbstverständlich habe der Jubilar jetzt zu seiner Werkschau Mitstreiter eingeladen.

Neben Bogdain selbst sind so Werke von 14 weiteren Künstlern zu sehen. Von DAG und Paul Wunderlich, zwei gebürtigen Eberswaldern, über den MOZ-Fotografen Thomas Burckhardt oder den Metallbildhauer Eckhard Herrmann bis hin zu Jim Avignon. Der Pop-Art-Künstler beteiligt sich mit einem Bild, das er extra für Andreas Bogdain und dessen Werkschau geschaffen hat: "Happy Birthday, Bogge".

Auf diese Weise, ergänzte Eberswaldes Kulturamtsleiter Stefan Neubacher, ist eine Ausstellung von "großer Vielschichtigkeit" entstanden. Die Exposition gewähre Einblicke in ein Netzwerk von Künstlern, die sich gegenseitig beeinflussen. Neben den so typischen AB-Grafiken finden sich Fotografien, Plastiken und Zeichnungen. Was den Charme der Exposition ausmacht.

Bogdain, kein Mann großer Worte ("Sonst wäre ich ja Schriftsteller geworden.") wünschte sich vor allem "viele rote Punkte an den Werken". Denn es sei schon "eine Kunst, von der Kunst zu leben", bekannte er. Und machte auch keinen Hehl daraus, dass er gern an Auftragswerken arbeite. In Vorbereitung sei jetzt z. B. auf Initiative des Zoo-Fördervereins eine "Löwenparade". Und wer "Bogge", während der Vernissage übrigens ohne Hut und ohne Zigarette, kennt, ahnt: Sein Löwe wird ein farbenfrohes Exemplar. "Farben sind meine Freunde des Lebens", sagte der Künstler, der ob der riesigen Resonanz bei der Vernissage selbst überrascht war.

Künstlerkollegen, Sammler, Freunde und Kunstinteressierte gaben sich ein Stelldichein. Eine Ausstellungseröffnung biete auch immer die Chance, Kollegen zu treffen, sagte Bernd Hübner von den "Märkischen Schmierfinken". Der Britzer interessierte sich vor allem "für Techniken und für Themen". Der Blick über den berühmten Tellerrand halt.

"Andreas Bogdain & Kollegen": Kleine Galerie Eberswalde (im Sparkassenforum), bis 5. Mai

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