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04.03.2008 07:15 Uhr

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Abenteuer im Wald und neue Schachfiguren

Hoppegarten . "Gemeinsam miteinander" ist das Motto einer Projektwoche, die die Lenné-Oberschule und die Jugendwerkstatt Hönow derzeit gestalten. Zum Auftakt wurde am Montag eine Vereinbarung über eine Förderung aus dem europäischen Sozialfonds im Rahmen der Initiative Oberschule (IOS) unterzeichnet.

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Karin Wenzel, verantwortliche Schulrätin für den Amtsbezirk Frankfurt (Oder), war das erste Mal in der Lenné-Schule. Der Anlass war ihr wichtig. "Ich denke, dass die Oberschulen gute Arbeit leisten. Das wird in der Öffentlichkeit nicht immer so gewürdigt", sagte sie. Die jetzt anlaufende Projektarbeit in Kooperation von Schule, Jugendwerkstatt und Berufsbildungsverein Eberswalde - er ist der Regionalpartner für den Schulamtsbezirk im Programm IOS - bezeichnete sie als gute Möglichkeit, auch jenen Schülern Anerkennung zu verschaffen, denen dies im schulischen Bereich eher nicht vergönnt ist. "Für manche Kinder und Jugendlichen ist die Schule der einzige feste Punkt im Leben", fügte Schulleiterin Ursula Voigt hinzu. Andererseits gebe es eine große Zahl von Schülern, die nach der Oberschule den Weg zum Abitur weitergehen. Ursula Voigt bezifferte den Anteil mit "30 bis 40 Prozent".

Speziell gefördert werden drei Projekte: ein Überlebens-Camp in den Wäldern um Strausberg, eine Videogruppe, die einen aufführungsreifen Film über die Woche erstellen soll, und der Bau einer Groß-Schach-Anlage für die Schule. Dafür werden allein rund 10 000 Euro zur Verfügung gestellt. Gut 20 Schüler kommen in den Genuss dieser Angebote.

Bei Christoph Jänisch im "Survival"-Basiskurs, so die Bezeichnung des Camps, sollen Regeln und praktische Handgriffe für Freizeit, Camping und Extremsituationen vermittelt werden. Schlafplatz bauen, klettern, Nahrungssuche, Orientierung und erste Hilfe sind einige Themen.

Die Filmtruppe unter Leitung von Johannes Köckeritz begleitet sämtliche Projekte mit der Kamera. Zehntklässler Karl Kuhrt und seine Mitschüler hielten auch die Vertragsunterzeichnung fest. Sie produzieren aus dem Material eine DVD, trainieren zudem Regie, Schnitt und Vertonen.

Im Jugendtechnikzentrum entstehen unter Anleitung von Restaurator Christian Masche aus Ortwig im Oderbruch etwa 50 Zentimeter hohe Schachfiguren aus Holz für ein drei mal drei Meter großes Feld. Am ersten Tag erläuterte Masche zunächst den Umgang mit den Werkzeugen und ließ Entwürfe zeichnen. "Spätestens Freitag wird gespielt", so sein Ziel.

Neben diesen drei besonders geförderten Gruppen gibt es viele weitere Offerten für alle Altersgruppen. Da entsteht in der Fahrradwerkstatt ein Liegerad, werden Räume gemalert, Graffiti gesprüht, wird gekocht, gestrickt, Fußball und Theater gespielt und vieles mehr. Bei den Betreuern von der Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht (gefAS) werden Modelle gebaut, zum Beispiel ein griechischer Tempel oder die chinesische Mauer. Die Schulleiterin und Kai Biesel von der Jugendwerkstatt bereiten mit ihrer Gruppe eine Fotoausstellung vor, andere eine Schülerzeitung. Bei Anette Rauch machen sich "Eventmanager" Gedanken darüber, wie die Projektarbeit am kommenden Sonnabend beim Tag der offenen Tür von 10 bis 13 Uhr am besten der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

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