Eisenhüttenstadt . Ein Paradies für Kinder ist am Freitag in der Erich-Weinert-Grundschule an der Friedrich-Engels-Straße eröffnet worden. Die Spielzeug- und Buchausstellung, die durchs ganze Land tourt, lädt junge und jung gebliebene Menschen ein. Bis Mitte Juni sind Themenwochen sowie Teilausstellungen in weiteren Einrichtungen geplant. Zudem gibt es für Kinder einen Spielewettbewerb. Für die Ausstellung hat das lokale Bündnis Forum Familie 200 Euro Ausleihgebühr gezahlt.
Familienspiele: Darina (7) ist ganz fasziniert von dem h÷lzernen Parkhaus. Und ihr Vati Steffen Kunert spielt sofort mit.
"Das alleralbernste ABC-Buch", "Papperlapapp", die gute alte Holzeisenbahn, Lego-Baukästen und natürlich auch Schmusetiere - all das zieht die Blicke der kleinen und großen Besucher magisch an. "Wir haben uns bereits vor anderthalb Jahren um diese Wanderausstellung bemüht. Aber erst jetzt hat es geklappt. Die war immer ausgebucht", erklärt Michaela Hänsel, Gleichstellungsbeauftragte und Koordinatorin vom lokalen Bündnis "Forum Familie" in Eisenhüttenstadt. "Wir wollten Kindern, Eltern, aber auch Kindereinrichtungen die Möglichkeit bieten, sich über die Vielfalt auf dem Spielzeugmarkt zu informieren."
"Das ist toll", sagt Volker Kamolz, Leiter der Erich-Weinert-Grundschule, die die gesamte Spielzeug- und Buchausstellung nun in der Aula beherbergt. "Für zwei Wochen", betont er. Danach sind Teile davon erst in der Stadtbibliothek (2.-19.6.) und dann parallel im Kulturzentrum sowie in der Goethe-Grundschule (vom 8.-19.6.) zu sehen. "Es ist wichtig, dass die Kinder wieder lernen, was gemeinsam spielen heißt", findet Kamolz. Durch Gameboy und andere Computerspiele würde sich der Nachwuchs - und nicht nur der - immer mehr zurückziehen und allein spielen. "Brettspiele kennt doch heute kaum noch jemand", sagt er. Aber auch Baukästen seien enorm wichtig, da sie die Feinmotorik schulen.
Baukästen fand auch Jürgen Peschel, Leiter des Berufsbildungszentrums von ArcelorMittal, als kleiner Steppke neben dem Teddybär mächtig interessant. "Damit hab e_SSRq ich unheimlich gern gespielt", sagt er bei der Ausstellungseröffnung. Technisches Spielzeug stand ebenfalls ganz oben auf seiner Rangliste. Da könnten aber nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen in die Welt der Technik hineinschnuppern.
Darina ist an diesem Tag eher an dem hölzernen Parkhaus interessiert. Mit ihrem Vater lässt sie das ein und andere Auto auf den Plattformen herumsausen. Denn die Ausstellung ist nicht nur zum Ansehen, sondern zum Anfassen und Ausprobieren gedacht. "Ich spiele gern mit Murmeln und Puppen", verrät die Siebenjährige. Die gleichaltrige Nele hingegen schwört auf ihre Playstation. Auf die Frage nach anderem Spielzeug zuckt sie mit den Schultern. Auch Adrian (8) liebt Computerspiele. Aber in der Schulaula hat er nur Augen für die Lego-Baukästen. Während er sich wieder den Bausteinen zuwendet, stülpt Wolfgang Perske, Bereichsleiter Stadtmanagement, sich kleine Püppchen über die Finger. "Früher war ich ganz vernarrt in mein Schaukelpferd", erzählt er, und prompt ist das Strahlen aus Kinderzeiten da.
Alle Drei- bis Zwölfjährigen, die anderen ihr eigenes Lieblingsspiel vorstellen möchten, können sich bis 12. Juni am Großen Spielwettbewerb beteiligen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt - von Brettspiel über Fingergymnastik bis zum Quiz ist alles erlaubt. Und kleine Überraschungen sind für alle Teilnehmer garantiert.
Öffnungszeiten: diesen Sa 9-17 Uhr, Mo-Fr 9-11, 14-18 Uhr, Informationen zu Ausstellung und Gewinnspiel im "offis", Tel. 03364 280840
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