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17.05.2009 08:00 Uhr

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Ein Parlament für "Slubfurt"

. Auf der Suche nach Ideen für eine Doppelstadt: Mit einer spielerischen Parlamentswahl Mitte Juli will der Künstler Michael Kurzwelly das Projekt "Slubfurt" vorantreiben. Gut fünf Wochen zuvor laden beide Städte zu einer Zukunftskonferenz ein .

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Starker Bund: Mit einem US-amerikanischen Kenworth T2000 fuhren die Brautleute Fr÷hbrodt am Freitag beim Frankfurter Standesamt vor. Nach der Trauung wurden Cendy und Sebastian mit Tauben und Blumen empfangen. Foto: MOZ/Dietmar Horn

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Wenn im Juni in den Stadtzentren von Frankfurt und Slubice Wahlplakate bislang unbekannter Parteien hängen werden, deutet das nicht etwa auf einen bevorstehenden Umsturz hin. Die Kommunalparlamente in beiden werden weiter arbeiten, auch wenn am Donnerstagabend rund 30 Deutsche und Polen im Frankfurter Rathaus erstmals über die Gründung dieser Parteien berieten. Auch die darauf angekündigten Wahlen sollen tatsächlich stattfinden: Als Kunstprojekt, das Begegnungen von Deutschen und Polen ermöglicht und ihnen die Möglichkeit bietet, gemeinsam Ideen zu verwirklichen.

Die Parteiengründer in spé, darunter der Frankfurter Stadtvertreter Josef Lenden (Bürgerinitiative Stadtumbau), wollen sich für Nutzung leerstehender Häuser in beiden Städten einsetzen, die Sprachbarriere zwischen Bewohnern Frankfurtern und Slubicern abbauen und die Kunst fördern. Bedingung für die Parteigründung ist, dass sich jeweils zwei Menschen aus Frankfurt und Slubice zusammenfinden. Entstanden ist das Projekt bei einem Seminar an der Europa-Universität. Die daran beteiligten Studenten werden die Slubfurt-Parteien auch im Wahlkampf unterstützen. Geplant ist auch ein Rhetorikworkshop.

"Jede Begegnung von den Menschen bewegt Gedanken und das ist ja gut", sagt Kurzwelly. Wichtiger als die Praktikabilität von Ideen sei ihm, dass Deutsche und Polen gemeinsam an ihrer Entwicklung arbeiten. So könne es auch durchaus passieren, dass das Slubfurter Parlament in seiner konstituierenden Sitzung nach der Wahl am 12. Juli seine Auflösung beschließe. Kurzwelly hofft aber, dass aus der Initiative etwas Langfristiges entsteht.

Auf Langfristigkeit setzt auch eine von beiden Städten veranstaltete Zukunftskonferenz, die vom 4. bis zum 6. Juni am Collegium Polonicum stattfinden soll. Bei dem Treffen soll ein Plan für die gemeinsame Entwicklung von Frankfurt und Slubice vorbereitet werden, über den im nächsten Frühjahr die Stadtparlamente abstimmen sollen. Die Konferenz steht allen Interessierten offen.

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