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22.06.2009 07:20 Uhr

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Hoffen auf die "Schildkröte"

. So recht anlaufen wollte das noch einmal groß geplante Familienfest auf dem Gelände der Mahlsdorfer Straße am Nachmittag nicht. Die Sprayer, die sich dort so gut wie täglich treffen, blieben genauso fast unter sich wie die Autobastler vor einer der Garagen, die Mitarbeiter des Jugendtechnikzentrums (JZZ) an der Lenné-Schule oder die Mitglieder der Volkssolidarität an ihrer Kaffeetafel. Auch Anja Pleinert vom Verein Jugendwerkstatt Hönow war ein wenig ratlos. "Wir haben eigentlich viel Werbung gemacht - auch an den Schulen und Kita", sagte sie. Der Hort habe angesichts vieler Veranstaltungen an diesem Wochenende und Vorhaben von Familien allerdings abgesagt. "Wir haben halt Sommer und noch dazu recht schönes Wetter."

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Eher zufällig, aber passend dazu probten die Jungs von "Fade Five" bei ihrem Soundcheck gerade den 2007er Hit "36 Grad" des Berliner Popduos "2raumwohnung". "Wirklich gute Musik", freute sich Anja Pleinert, deren Hoffnung auf deutlich mehr Besucher zum abendlichen Konzert noch in Erfüllung gehen sollte.

Zu viert schlenderte unterdessen Familie Kolaczinsky über den Vorplatz der Bühne. "Schade, dass das Gelände geräumt werden muss. Einer unserer beiden großen Söhne hat nach der Schule zur Überbrückung in der Fahrradwerkstatt arbeiten können. Das war toll." Junge Männer auf schicken Cruisern (englisch für Kreuzer), ein Fahrradty p aus den 1940e r Jahren mit charakteristisch geschwungener Rahmenfor m und einfacher Ausstattung, waren auch diesmal nicht zu übersehen.

Die Fahrradstation steht allerdings auf Privatgelände und wird deshalb bleiben, hieß es. Dort herrschte auch an diesem Tag wieder reger Betrieb, nutzten nicht nur Ausflügler aus Berlin das Angebot der Leihräder. Für den Jugendclub, die Volkssolidarität und die Gemeindebliothek heißt es, demnächst umzuziehen. "Leider auf drei verschiedene Standorte", erklärte auch Angelika Wiese, von 1993 bis Herbst 2008 Gemeindevertreterin und seit fünf Jahren Vorsitzende der Ortsgruppe der Volkssolidarität in Hönow. Die 60-Jährige befürchtet, dass der gute Zusammenhalt zwischen Alt und Jung aus der Mahlsdorfer Straße 56 verloren gehen könnte. "Die meisten unserer Mitglieder sind sehr betagt, können nicht mehr so anpacken. Das haben uns die jungen Leute abgenommen und wir haben sie unter anderem mit Kuchen für ihre Veranstaltungen unterstützen können. Die Senioren sind einfach auf die Hilfe der jungen Leute und der Gemeinde angewiesen."

Auch ist sie skeptisch, ob der schon lange diskutierte und wieder gemeinsam nutzbare Neubau, die sogenannte "Schildkröte", wie bisher geplant 2011 fertig wird. Angelika Wiese: "Die neu gewählten Gemeindevertreter suchen jetzt einen anderen Standort. Wenn wir hier schon raus müssen, hätte das Ausweichobjekt eigentlich längst zur Verfügung stehen müssen. Zeit dafür war genug."

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