Frankfurt (moz) Die Bürgerinitiative „Pro Tram“ gibt eine mögliche Straßenbahnverbindung nach Slubice nicht auf. Bei einem Treffen am Dienstagabend diskutierten zwölf Anhänger das weitere Vorgehen der Initiative. Ziel sei es vor allem, die Entscheidung über die Straßenbahn zu beschleunigen.
„Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren“, sagte Sahra Damus, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Viadrina. Eine mögliche Tramstrecke sei nur mit EU-Fördergeldern finanzierbar. „Diese müssen für die Straßenbahn spätestens bis 2012 beantragt werden“, sagte der Stadtverordnete der Grünen und Befürworter der Tram, Jörg Gleisenstein.
Eine im Juli präsentierte Wirtschaftlichkeitsstudie hatte ergeben, dass eine Tramverbindung nach Slubice, im Gegensatz zu einem Bus, rentabel sei. Laut Mitgliedern von „Pro Tram“ sei dies bislang nicht ausreichend kommuniziert worden. „Wir müssen die Bürger mehr darüber aufklären, dass ein Bus defizitär ist und eine Tram Gewinn einfährt“, sagte Damus.
Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche will „Pro Tram“ deshalb am Aktionstag „Mobil ohne Auto“ am 17. September das Gespräch mit den Bürgern suchen. Dort ist von 10 bis 14 Uhr kein Autoverkehr auf der Karl-Marx-Straße erlaubt.
Doch trotz aller Informationsveranstaltungen könnte der Bau der Straßenbahn am mangelnden Interesse der Slubicer scheitern. Bürgermeister Tomasz Ciszewicz hat sich bislang nicht eindeutig positioniert. Ebenso ist die Wirtschaftlichkeitsstudie für die polnischen Bürger öffentlich noch nicht verfügbar. Ein angedachtes Referendum in Slubice wird nicht mehr stattfinden.
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