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Neue Gastronomie mit EU-Förderung

Frank Groneberg / 11.08.2011, 07:58 Uhr
Bomsdorf (In House) Mit gutbürgerlicher Küche will die neue Pächterin des Gutsschlosses wieder Einheimische und Touristen als Gäste in das Bomsdorfer Wahrzeichen locken. Auch Veranstaltungen möchte sie künftig anbieten. Als Besonderheit bietet sie alle Speisen auch in einer speziellen glutenfreien Variante für Zöliakie-Betroffene an.

Das Interesse der Bomsdorfer war groß, als nach mehrmonatiger Pause die Gastronomie in ihrem Gutsschloss – das Gebäude, das Wahrzeichen des Neuzeller Ortsteils ist, gehört der Gemeinde – endlich wieder öffnete. Viele Freunde und Nachbarn kamen in das schmucke Haus, um am Sonntagnachmittag bei der neuen Pächterin Katrin Schwark und ihrer Köchin Kaffee und Kuchen zu genießen oder sich am Abend mit Forelle, Schnitzel, Steak, Nudeln, Salat oder anderen Gerichten von der Speisekarte sowie einem guten Wein verwöhnen zu lassen. „Schön, dass hier wieder geöffnet ist“, war einer der wohl meist gebrauchten Sätze dieses Tages. Und noch mehr Lob gab es dafür, dass im Schloss ab sofort täglich gegessen und getrunken werden kann und nicht wie in den vergangenen Jahren nur an den Sommerwochenenden oder nach Voranmeldung von mindestens fünf Gästen.

„Das war richtig schön, so viele Leute haben uns zur Eröffnung gratuliert und sich mit uns gefreut“, sagt Katrin Schwark. Die gelernte Hotelfachfrau, die in Bomsdorf zu Hause ist und zuletzt in der Region als Restaurantleiterin arbeitete, sieht in ihrer neuen Tätigkeit als selbstständige Gastronomin eine „Herausforderung, und zwar auch für mich ganz persönlich“. Nach einer längeren Ausschreibungsphase, die durch den Finanzausschuss der Neuzeller Gemeindevertretung im Frühjahr überraschend noch zusätzlich verlängert worden war, hatte sie die Räumlichkeiten erst zum 1. Juli übernehmen können. „Damit war die Sommersaison als wichtigste Zeit des Jahres schon fast verloren“, sagt sie.

Denn im Gutsschloss mit seinem Festsaal, dem Kaminzimmer, zwei Fremdenzimmern, der Küche und vor allem in der Gaststätte im Gewölbe gab und gibt es vor einem Neuanfang erheblichen Investitionsbedarf. Deshalb werden die Gäste vorerst auch nicht im Untergeschoss, sondern vorübergehend oben im Kaminzimmer und im Festsaal empfangen. Dort können sie an nagelneuen Tischen und Stühlen Platz nehmen. Später, wenn die Renovierung der eigentlichen Gaststätte abgeschlossen ist, sollen die neuen Möbel unten im Gewölbe stehen.

„Ich habe bereits erheblich investiert, besonders in die Küche, die wie die Tische und Stühle komplett neu gekauft werden musste“, erklärt Katrin Schwark. Unterstützt wird sie mit Fördermitteln aus dem ELER-Programm der EU für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Diese Hilfe erhält sie für ihr Gastronomiekonzept mit „glutenfreier Ernährung und regional erzeugten Lebensmitteln“, wie auf einem Schild zu lesen ist.

„Ich habe selbst von Zöliakie Betroffene in der Familie und weiß, wie schwer es ist, in einer Gaststätte glutenfreies Essen zu bekommen“, erzählt die Gastronomin. Deshalb bietet sie im Bomsdorfer Gutsschloss alle Gerichte, die auf der Speisekarte empfohlen werden, auch in glutenfreien Varianten an. Auch Kuchen gibt es mindestens in einer Sorte immer glutenfrei, „und die Crêpes backen wir auf Wunsch mit glutenfreiem Mehl“.

Täglich ab 11.30 Uhr ist die Gastronomie geöffnet. Bis 14 Uhr gibt es Mittagstisch, danach Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr wieder warme Küche. „Wir werden die Eröffnung auch noch richtig feiern – aber erst, wenn wirklich alles fertig ist“, blickt Katrin Schwark voraus. Danach will sie dann auch Veranstaltungen organisieren. Schon jetzt können Besucher bei ihr Führungen durch den Schlosspark buchen. Das geht vorerst allerdings nur übers Internet, denn einen Telefonanschluss gibt es frühestens in zwei Wochen.

Kontakt im Internet: www.bomsdorferschlossgaststaette.de

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