Wriezen (MOZ) Die Arbeiten an der Marienkirche gehen voran. Das Gerüst am Chorraum ist abgebaut. Dafür steht jetzt eins an der Nordseite. Probleme gibt es mit dem Sockel. Die Baufirma reklamierte die Steine, jetzt müssen neue hergestellt werden – auf Kosten des Lieferanten.
Die Einwohner und Gäste der Oderbruchstadt haben seit kurzem einen ganz neuen Blick auf ihre Kirchenruine. Der Chorraum ist nicht mehr hinter einem Baugerüst verdeckt, sondern reckt sich in voller Schönheit in die Höhe. Die Arbeiter des Spezialunternehmens Pressbau aus Erfurt haben ganze Arbeit geleistet. Das Mauerwerk musste an manchen Stellen fast einen Meter abgetragen und anschließend neu aufgemauert werden.
„Nur der Sockel sieht noch nicht schön aus“, sagt Friedhelm Zapf und zeigt auf eine fehlende Steinreihe. Der Altlandrat vom Kreis Bad Freienwalde koordiniert die Sanierungsarbeiten an der Marienkirche. Eigentlich sollte diese Lücke auch schon geschlossen sein, aber der Lieferant hat minderwertiges Material geliefert. „Wir haben die Steine prüfen lassen. Dabei wurde festgestellt, dass die Festigkeit nicht stimmt“, erklärt Friedhelm Zapf. Jetzt muss der Lieferant die Steine neu herstellen und nach Wriezen liefern. „Auf seine Kosten“, betont der ehrenamtliche Baukoordinator.
Friedhelm Zapf macht sich Sorgen, weil die neu verfugten Steine durch nächtliche Besucher teilweise schon wieder herausgebrochen wurden. Es könne nicht sein, dass man am frisch sanierten Chorraum seine Zerstörungswut auslasse, sagt er mit trauriger Stimme.
Die Freude überwiege jedoch, weil die Arbeiten an dem markanten Gebäude der Oderbruchstadt voranschreiten. Die Bauarbeiter haben schon einen Teil der Nordseite eingerüstet, ein originales Fenster geöffnet und neu verfugt. Bis Ende Oktober soll die komplette Seite saniert sein. Dann ist der zweite Bauabschnitt zu Ende.
Im nächsten Jahr würde Friedhelm Zapf gleich weiterbauen wollen. Die Arkaden und Bögen sowie die Südseite sind noch dran, ehe ein schützendes Dach aufgesetzt werden könnte. Das Modell des Architektenbüros Pro 3 aus Seelow kann schon in der Notkirche besichtigt werden. Aber dabei spielen auch die Finanzen eine große Rolle.
„Ich versuche, jeden Fördertopf anzuzapfen, der dafür möglich ist“, betont Friedhelm Zapf. Der Knackpunkt seien die Eigenmittel. „Die Spendengelder sind fast aufgebraucht“, sagt er und hofft auf weitere Geldeingänge. „Jeder Euro zählt!“
Der Förderverein Marienkirche unterhält Spendenkonten bei der Sparkasse Märkisch-Oderland, Konto 3000842038, BLZ 17054040 und bei der Raiffeisenbank Wriezen, Konto 4346653, BLZ 17092404.
Mit dem? Alten Fritz durchs Dorf Der erste Lietzer Kolonistentag wird am 3. September in Neulietzegöricke gefeiert. Auf dem Programm stehen zwischen... mehr
Mit einem Festakt hat die Feuerwehr Altranft jetzt ihr neues Feuerwehrgebäude offiziell in Beschlag genommen. Bis auf wenige Restarbeiten ist das Depot... mehr
Vom Bürgermeister zum Hauptdarsteller: Horst Wilke wurde am Montag von einem Filmteam in den Oderbruchzoo Altreetz begleitet. Dort übergab er Futter... mehr
