. Angermünde Am 6. April wählt Angermünde seinen Bürgermeister. Zur Wahl stellen sich Amtsinhaber Wolfgang Krakow (SPD) und seine einzige Herausforderin, Birgit Kühr (Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau). Am Donnerstag trafen sie bei einem Rededuell im Haus der Generationen aufeinander. Wer ein schillerndes Kandidaten-Wortgefecht á la Barack Obama gegen Hillary Clinton mit rhetorisch ausgefeilten Spitzen erwartet hatte, ging enttäuscht nach Hause. Die Angermünder Wähler waren indes in Hochform. Sie fühlten dem Bürgermeister und der Kontrahentin hart auf den Zahn.
▄bergriff am Mikrofon: B³rgermeister Wolfgang Krakow (r.) redete sich beim Kandidatenduell kurzzeitig hei▀ und wollte im Eifer des Redegefechts das Mikrofon nicht mehr an Moderator Roger Eichhorn zur³ckgeben.
Reichlich 100 Zuhörer erlebten eine Begegnung Goliath gegen Davids kleine Schwester. Wolfgang Krakow (53) - Bürgermeister auf SPD-Ticket - hat Rathauserfahrung seit der Wende, seit 2000 als Bürgermeister. Er habe sich damals entschlossen, nicht Amboss, sondern Hammer zu sein. Krakow ist im Vergleich mit der Mitbewerberin schon äußerlich ein politisches Schwergewicht und präsentierte sich als Ur-Angermünder. Er sprach von "Höhen und Tiefen" seiner Arbeit und seinem Abschluss als Verwaltungswirt. Birgit Kühr hat wenig politische und Verwaltungserfahrung, versprach aber, sich weiterzubilden. Sie organisiert seit 2004 die Montagsdemo in Angermünde und will für die Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau ins Rathaus einziehen. Ihr Ziel: soziale und kulturelle Veränderungen in der Stadt, aber keine Veränderung im Rathaus. Berufserfahrung sammelte sie bei der Bahn, im Büro und als Händlerin. Derzeit lebt sie von Hartz IV.
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