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Mehr Verletzte als 2010

Uwe Stemmler / 24.08.2011, 07:59 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Bereich der Polizeiwache Fürstenwalde im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Prozent zurückgegangen. Die Zahl Unfälle mit Personenschaden hingegen hat sich um 11 Prozent erhöht.

Man sollte die Zahlen zwar nicht überbewerten. Aber 156 Unfälle im ersten Halbjahr weniger sei auf jeden Fall ein positives Ergebnis, sagt Burkhard Lehmann von der Pressestelle des Schutzbereiches. Denn jeder Unfall sei schließlich, auch wenn er ohne Personenschaden ausgehe, mit mit Ärger und Leid verbunden.

Schwer zu erklären ist allerdings auch für ihn der Anstieg bei den Unfällen mit Verletzten. Noch im vergangenen Jahr war die Zahl der Verletzten gegenüber 2009 zurückgegangen, was auch dem langjährigen Trend aufgrund der technischen Entwicklung der Fahrzeuge entsprach.

„Die Monate Januar und Februar 2011 waren sehr unfallintensiv – aufgrund des schneereichen und langen Winters“, sagt Lehmann. Darauf sei sicher auch das höhere Maß an Verletzten zurückzuführen. Vor allem bei Unfällen innerorts stieg ihre Zahl an, um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine Ursache kann laut Lehmann sein, dass etliche Fahrer nicht angeschnallt waren.

Insgesamt gab es, wie die Tabelle zeigt, im ersten Halbjahr 2011 im Wachenbereich 1020 Unfälle, mehr als die Hälfte davon (556) in Fürstenwalde. Zwei Menschen wurden dabei getötet, einer war der 51-jährige Sachse, der Ende Mai bei Heinersdorf verunglückte. Im ersten Halbjahr 2010 hatte es doppelt so viele Tote gegeben. Ein derartiger statistischer Vergleich macht allerdings in diesem Größenbereich keinen Sinn. Zum Beispiel hatte es im Vorjahr von Januar bis Ende Juni auf der A 12 – dienicht zum Wachenbereich gehört – keinen Toten gegeben. In diesem Jahr waren es allein Anfang März drei.

Die Unfallursachen Geschwindigkeit, Alkohol und Vorfahrt machen rund zwar nur 10 Prozent aller Unfälle aus – die Zahl der Wildunfälle ist fast doppelt so hoch. Aber rund 43 Prozent aller Unfallverletzten und ein Toter sind Ergebnis von Raserei, Alkohol am Steuer oder Nichtbeachten der Vorfahrt. Deshalb, so betont Burkhard Lehmann, bleiben die drei Ursachen auch Schwerpunkt der polizeilichen Kontrollen.

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