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René Melzer und Shibìria zeigen ihre Werke im Hennigsdorf Aedium

17.07.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 17.07.2011, 06:13
oberhavel () Oberhavel – Vor fünf Monaten kennnengelernt und schon die erste gemeinsame Ausstellung: Die Künstler René Melzer aus Berlin und Shibìria aus dem österreichischen Klagenfurt präsentieren seit Freitag im Hennigsdorfer Aedium ihre surrealistischen Malereien. Von Marcus Latton

„Malen ist für mich wie eine Selbsttherapie“, sagt Shibìria. „Meine Kunst ist wie ein gezeichnetes Tagebuch.“

Mit weichem, aber doch markanten österreichischen Akzent versucht die Klagenfurterin ihr Werk in Worte zu fassen. Ein Blick auf die Bilder von Shirìbia, die ihren bürgerlichen Namen verschweigt, lässt eher beunruhigende Rückschlüsse auf das Innenleben der Künstlerin zu: An Außerirdische erinnernde Gestalten mit finster dreinblickenden Schlitzaugen sind dort etwa zu sehen oder weibliche Zentauren, denen blutrote Tränen über die Wangen laufen – alles gemalt mit simplen Buntstiften. Shibìria lächelt. „Etwas paranoid, ja“, sagt sie. „Aber so sehen eben unsere inneren Ängste aus.“

Im Hennigsdorfer Aedium können sich Besucher noch bis zum 11. August eine eigene Meinung zu ihrem Werk bilden. Unter dem Titel „Zum Leben erweckt im Namen der Farbe“ hat Shibìria zusammen mit ihrem Berliner Künstlerkollegen René Melzer eine Ausstellung mit 60 Bildern geschaffen, die nach Aussage der beiden die Grenzen zwischen Traum, Natur und Realität auszuloten versucht.

Nicht weniger surrealistisch, dafür aber etwas dezenter und weniger morbide erscheinen Melzers Aquarelle, auf denen Gesichter und Silhouetten von Personen auf raffinierte Weise mit Natur- und Landschaftsmotiven verschmelzen. „Die Bilder sollen im Ganzen eine Geschichte erzählen und einen Rhythmus darstellen“, sagt Melzer, der hauptberuflich als Grafikdesigner arbeitet.

Shibìria und René Melzer haben sich indes erst vor fünf Monaten auf einer Vernissage in Berlin kennengelernt – und gleich beschlossen eine gemeinsame Ausstellung zu wagen. „Unsere Stile passen zusammen, da lag es nahe, es einfach mal zu probieren“, sagt Melzer.

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