Potsdam ((dpa)) Potsdam - Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) will die Chemie- und Kunststoffbranche stärker mit Wissenschaftseinrichtungen der Region verbinden.
Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) will die Chemie- und Kunststoffbranche stärker mit Wissenschaftseinrichtungen der Region verbinden.
Von einer engeren Vernetzung mit der Forschung würden vor allem die produzierenden Betriebe profitieren, sagte der Minister. Beim Besuch von Unternehmen, der Fraunhofer Einrichtung für Polymermaterialien und Composite sowie dem Helmholtz-Zentrum in Teltow (Potsdam-Mittelmark) verschaffte sich Christoffers am Mittwoch einen Eindruck von der Branche.
Geforscht wird hier unter anderem an leichten Materialien für die Verkehrstechnik oder an intelligenten Kunststoffen, die ihre Form bei Anwendungen verändern können. „Keine andere Branche Brandenburgs ist so eng mit anderen Wirtschaftszweigen verknüpft wie die Chemie- und Kunststoffindustrie“, sagte der Minister. Hier würden „weltweit geschätzte“ Autolacke, innovative Maschinenteile und Zubehör für die Luftfahrtindustrie produziert.
Die etwa 120 märkischen Chemie- und Kunststoffbetriebe sind ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Rund 10 000 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, davon etwa 4500 im Chemiebereich. Damit stellen die Unternehmen nach Angaben des Ministeriums jeden neunten Arbeitsplatz in der märkischen Industrie. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 2,7 Millionen Euro.
Die Hauptstadtregion verfügt in der Forschung und Entwicklung für die Chemiebranche über ein dichtes Netzwerk praxisnaher Infrastruktur, sagte der Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) Steffen Kammradt. Auch international bedeutende Unternehmen hätten sich angesiedelt. Als Beispiel nannte er Altana in Oranienburg, die Prignitzer Chemie, Verbio in Schwedt oder Goodyear Dunlop in Fürstenwalde.
(dpa)
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