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Fluglärm-Gegner sammeln 33 400 Unterschriften

Schönefeld (DPA) Erneut haben mehrere tausend Menschen am Samstag vor dem Flughafen Schönefeld gegen Nachtflüge und den Ausbau des geplanten Hauptstadt-Airports BER zu einem internationalen Drehkreuz protestiert. Nach Veranstalterangaben kamen vor dem alten Terminal mehr als 8000 Teilnehmer zusammen.

Als "riesengroßen Erfolg" bezeichnete Matthias Schubert von der brandenburgischen Volksinitiative für ein absolutes Nachtflugverbot, dass seit Ende Juni rund 33 400 Unterschriften zusammengekommen seien. "Damit haben wir die erste Hürde geschafft." In der kommenden Woche will Schubert zusammen mit Weggefährten die Unterschriftenliste Landtagspräsident Gunter Fritsch übergeben. 20 000 wären notwendig gewesen, damit sich der Landtag mit dem geforderten absoluten Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr beschäftigt.

Auf Berliner Seite ist man mit der Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren noch nicht so weit. "Wir haben bisher 19 500 zusammen", sagte Christine Dorn vom Verein zur Förderung des umweltverträglichen Verkehrs (VUV).

Auch die Berliner Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast habe unterzeichnet. Bis zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts am 21. September sei noch ein wenig Zeit. "Bis dahin haben wir die 20 000."

Derweil erhielten die Flugrouten-Gegner weitere prominente Unterstützung. Die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos mit ihrer Band Silly schlossen sich der Protestbewegung an. "Wir haben in Münchehofe unser Tonstudio. Die Jets sollen in nur 1000 Metern darüber hinwegdonnern", sagte sie am Rande der Demonstration.

Da werde es schwer, noch konzentriert zu arbeiten. "Es geht um die Vertrauensfrage in diesem Land." Auf einmal sollten Jets dort fliegen, wo zuvor niemals die Rede davon gewesen sei. "Wir müssen der Politik auf den Pelz rücken."

Für den 16. September planen die Flugrouten-Gegner eine Menschenkette um den Deutschen Bundestag in Berlin. Zudem rufen sie zu einer weiteren Menschenkette um das Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts am 21. September in Leipzig auf.

"Die Richter sollen sehen, dass wir für ein generelles Nachtflugverbot keine Wege und Mühen scheuen", sagte Marin Henkel von der Bürgerinitiative "Zeuthen gegen Fluglärm". "Wir werden auch bis Karlsruhe für unsere Nachtruhe ziehen und - wenn es nötig ist - auch nach Straßburg vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte", drohte Franziska Borkenhagen vom Bündnis Südost.

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