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Jansen Folkers und Frank O’Nell geben Benefizkonzert

Hörgenuss für die Schauglashütte

Jansen Folkers und Frank O’Nell: Die Musiker begeisterten mit virtuosen Crossover Klängen.
Jansen Folkers und Frank O’Nell: Die Musiker begeisterten mit virtuosen Crossover Klängen. © Foto: matthias wagner
matthais wagner / 29.09.2011, 07:29 Uhr
Joachimsthal (maw) Mit einem Benefizkonzert der besonderen Art haben sich Jansen Folkers (Violine) und Frank O’Nell (Gitarre) in der „Glashütte am Grimnitz“ in Joachimsthal in die Herzen der knapp 40 Gäste gespielt. Der Erlös kommt dem Erhalt und dem weiteren Ausbau der Schauglashütte zugute.

Norbert Knabenbauer, Vorsitzender des Vereins „Grimnitzer Glashütten“ versprach in seiner Begrüßung einen wunderbaren Hörgenuss. Er sollte Recht behalten. Eine tiefstehende, frühherbstliche Sonne und beinahe noch sommerliche Temperaturen umschmeichelten die alten Gemäuer der Joachimsthaler Glashütte, als die beiden Musiker kurz nach 16 Uhr die ersten Töne erklingen ließen.

„Hier wird Glas von Hand gemacht und nun hören sie Musik von Hand gemacht“, bemerkte der aus Eberswalde stammende Jansen Folkers zuvor. Es begann mit Telemann und fand seine Fortsetzung mit Werken des Altmeisters Johann Sebastian Bach.

Die fein arrangierte und interpretierte Musik, virtuos vorgetragen und von makelloser Reinheit getragen, wurde mit anhaltendem Applaus und Bravorufen begleitet.

Debussys „Mädchen mit dem flachfarbenen Haar“, für viele Liebhaber klassischer Musik geradezu ein Ohrwurm, ließ das Publikum nicht unberührt. Dazu gab O’Nell eine kleine Episode aus Debussys Leben zum Besten, ohne die es das gespielte Stück wohl kaum gegeben hätte.

Der unverkennbare Rhythmus und die Leidenschaft der Musik Piazzollas begeisterte das Publikum ebenso, wie die Crossover Kammerjazzimprovisationen nach der Pause.

„Einfach super“, befand Karin Stützner aus Eberswalde. Peggy Schulze aus Eberswalde, die mit ihrem achtjährigen Sohn Erik gekommen war, konnte sich dem nur anschließen. Sie hatte von Folkers schon andere Programme gehört, die ihr ebenfalls sehr gefielen. Und auch Joachimsthals Bürgermeisterin Gerlinde Schneider war hingerissen von der Art und Weise des Vortrags. „Wie sich Glaskunst und Musik an diesem Ort vereinen, erfüllt mich ganz“, sagte sie.

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