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Nadja Voigt 09.10.2011 07:36 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Neuer Pächter bringt Leben in Dammmeisterei

Zollbrücke (MOZ) Fast das ganze Jahr lag das denkmalgeschützte Ensemble direkt hinter dem Oderdeich wie ausgestorben da. Fieberhaft suchte Professor Hannelore Scholz-Lübbering nach einem geeigneten Betreiber für die Dammmeisterei. Der scheint gefunden, und nun herrscht reges Treiben auf dem Gehöft in Zollbrücke.

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Beste Lage: Vor allem an den Wochenenden wird es voll in Zollbrücke. Viele, die das Theater am Rand besuchen oder den Oder-Neiße-Radweg nutzen, statten auch dem Ziegenhof Rubin einen Besuch ab. Nun gibt es ein neues Ziel an der Oder: Das Dammmeisterensemb

© MOZ

Dutzende Gäste im Dammbohlenhaus und auf der Terrasse, sonniges Spätsommerwetter, neugierige und überraschte Theaterbesucher, Touristen und Einheimische – einen besseren Start hätte sich Thomas Berge nicht wünschen können.

Seit dem 1. Oktober ist wieder Leben in das Dammmeisterensemble in Zollbrücke zurückgekehrt. Lange lag das Ensemble wie ausgestorben da. Denn die Betreibergesellschaft der Dammmeisterei in Zollbrücke, die erst im Sommer 2010 eröffnet wurde, musste im Februar dieses Jahres überraschend Insolvenz anmelden. Seither war Hannelore Scholz-Lübbering von der gleichnamigen Stiftung in Neulewin auf der Suche nach einem geeigneten Betreiber. Nun hat ihr Favorit, wie sie sagt, den Zuschlag bekommen. „Ich freue mich, dass wieder geöffnet ist“, sagt Hannelore Scholz-Lübbering. „Meine Sorge war, dass es nicht öffentlich genutzt werden kann. Diese Gefahr ist nun gebannt.“ Denn Bewerber gab es einige, erzählt sie, doch deren Nutzungskonzepte sagten ihr nicht zu: Die einen wollten ein Seminarzentrum daraus machen oder strebten eine Bewirtschaftung ohne das Dammbohlenhaus an.

Darin finden sich nun jedoch bis zu 60 Sitzplätze, auf denen Radfahrer, Kulturtouristen und Einheimische Platz finden. „Wir finden diese Mischung sehr spannend“, sagt Thomas Berge. Seine Firma, die SEC Servicegesellschaft mbH, gibt es seit dem Jahr 2009. Sie hat ihren Sitz in Altreetz. Geschäftsführer ist Berges 22-Jähriger Sohn Gino. Doch in der Dammmeisterei werden die Gäste wohl vor allem auf seinen Vater – der unter anderem Koch, Kellner, Eventmanager und Caterer ist – treffen. Zwischen ?12 und 22 Uhr werden er und seine Mitarbeiter künftig jeden Freitag, Sonnabend und Sonntag vor Ort sein. Es gibt eine kleine Karte, auf der sich frische, regionale und saisonale Gerichte wie Wildsuppe und Oderbruchsalat finden. Und bis sich ein neuer Koch gefunden hat, wird Thomas Berge auch hinter dem Herd stehen. „Wir suchen noch Personal für die Küche und den Service“, sagt der erfahrene Gastronom.

Doch er will es ruhig angehen lassen, erst einmal schauen, wie das Geschäft anläuft. „Wir wollen wissen, ob das Konzept greift“, sagt Berge. Dazu gehören auch – ganz im Sinne von Hannelore Scholz-Lübbering – mögliche Ausstellungen im Galeriebereich des Dammbohlenhauses. „Die Verbindung bietet sich an“, sagt Thomas Berge. Es hätte ihm in der Seele weh getan, dass so lange nichts auf dem Areal passierte, erzählt er. Und freut sich nun über die große Resonanz am Eröffnungswochenende. Nur zwei Wochen hatten er und seine Leute Zeit, um die Umbauarbeiten zu realisieren, alles einzuräumen und die Lieferanten zu reaktivieren.

Wenn alles gut läuft, soll die Dammmeisterei ab dem kommenden April an sieben Tagen in der Woche geöffnet werden. Und Thomas Berge hat weitere Pläne. So denkt er, um den Bedürfnissen der sehr unterschiedlichen Besucher gerecht zu werden, darüber nach, unterhalb des Parkplatzes eine Pasta-Bar einzurichten. An der könnten Radfahrer schnell und unkompliziert Kohlenhydrate tanken, während sich die Touristen im Biergarten und Kunstfreunde im Dammbohlenhaus vergnügen. In der Deichstube könnte sich Berge vorstellen, á-la-Carte-Menüs zu servieren, Familien- oder Firmenfeiern auszurichten. „Für das kommende Jahr haben wir schon eine Hochzeit und eine Kommunion“, blickt er voraus.

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