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Margrit Höfer 31.10.2011 19:59 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Fraktion will Arbeit besser honorieren

Hoppegarten (MOZ) Sie leben für ihr Ehrenamt: Die freiwilligen Feuerwehrleute, die Tag und Nacht in Bereitschaft sind, oftmals ihre Familien allein lassen müssen, wenn sie zu Einsätzen eilen, Weiterbildungen absolvieren und den Nachwuchs ausbilden. Maurice Birnbaum (FDP/Freie Wähler/B90/Grüne) macht sich stark, dass dieses Engagement in Hoppegarten angemessener honoriert wird.

Eilen die Freiwilligen aus dem Hoppegartener Gemeindegebiet zu ihren Fahrzeugen, wissen sie oft nicht, wie viele Stunden ihrer Freizeit sie damit verbringen, bei der Bergung von Unfallopfern zu helfen, Brände zu löschen oder die jammernde Katze vom Baum zu holen. „Was sie aber wissen ist, dass dieser Einsatz mit sechs Euro pro Kollegen honoriert wird. Wie viele Stunden sie arbeiten, wird nicht beachtet. Wir finden, das ist viel zu wenig“, sagt der FDP-Politiker Maurice Birnbaum. Nach einer Bereisung der FDP durch das Land hat er begonnen, die Werbetrommel für ein erhöhtes Honorar zu rühren. „Denn mir ist erst durch die vielen Gespräche klar geworden, was dort geleistet wird“, begründet er. Der Vorschlag seiner Fraktion: Verdopplung der Zahlung auf zwölf Euro, der Verwaltungsausschuss schlägt zehn vor.

Bei der Diskussion in der Gemeindevertretersitzung wurde deutlich, dass alle die Arbeit der Feuerwehrleute schätzen, gern auch mehr Geld geben würden, allein, der Hoppegartener Haushalt ist allen für 2012 noch recht unbekannt. Wolfgang Toleikis(Bündnis für Hoppegarten) zog dann die Notbremse, als sich fast abzeichnete, dass der Vorschlag abgelehnt würde, und beantragte, dass der Beschlussvorschlag noch einmal im Finanzausschuss besprochen wird und es dann auch eine Übersicht über die mögliche Gesamtausgabe gibt, denn die richtet sich ja nach der Anzahl der Einsätze und Feuerwehrleute.

Die Märkische Oderzeitung recherchierte in den Nachbargemeinden und stellte fest: Es gibt sehr große Unterschiede. In Rüdersdorf erhalten die Feuerwehrleute pro Stunde Einsatz fünf Euro. Von diesem Geld müssen u. a. auch die Sachen gereinigt werden. Petershagen-Eggersdorf zahlt 20 Euro pro Einsatzstunde und Person, Neuenhagen 13 Euro. In Strausberg, berichtet Wehrleiter Uwe Schmidt, gibt es so etwas nicht. „Wir haben eine für uns ideale Lösung gefunden. Die Gemeinde zahlt pro Jahr 60 Euro pro aktives Mitglied, 40 pro Alterskamerad und 20 für die Jugendfeuerwehrleute. Einsätze werden nicht gesondert gezahlt. Deshalb heißen wir ja Freiwillige Feuerwehr.“

Am 16. November, 19 Uhr, wird zum Infoabend in den Bürgersaal, Lindenallee, eingeladen. Feuerwehrleute berichten dann über ihr Ehrenamt.

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