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09.05.2011 06:13 Uhr - Aktualisiert 09.05.2011 06:13 Uhr

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Architektur-Ausstellung im Haveldorf Bahnitz eröffnet

Bahnitz . Bahnitz (sme) – Um 1990 fing es an, dass sich das kleine Haveldörfchen Bahnitz zu einem Künstlerort entwickelte. Wasser und Natur boten und bieten reichlich Inspiration. Heute zählen schon 27 Künstler zu den 170 Bahnitzern.

  „Architektur in der Kunst - Architekturen des Augenblicks“ heißt die Ausstellung in der Kunsthalle Bahnitz, die bis 7. Juni zu sehen ist. Geöffnet ist donnerstags bis sonntags zwischen 10.00 und 17.00 Uhr. © Meier

Spaziert man heute durch die Dorfidylle, kommt man an liebevoll gepflegten Bäumen und Grünflächen am Straßenrand, an sieben Ateliers, einem großen Kunsthof, Skulpturen in Gärten und skurrilen Gebilden in Fenstern vorbei. Die Kunst hat die Menschen zusammengeschweißt, was auch im „Bahnitzlied“ besungen wird: „Jung und Alt sind hier zu Hause, keiner will von dannen zieh’n. Bauern, Künstler, fleiß’ge Menschen, die fest zu einander stehen.“

Der Text aus der Feder des Bahnitzers sowie brandenburgischen CDU-Landtagsabgeordneten und -generalsekretärs Dieter Dombrowski. Am Samstag eröffnete er als Vorsitzender des Kulturvereins des Ortes im Rahmen der Tage der offenen Ateliers die Sonderausstellung „Architektur in der Kunst“. Kurator Bodo Rau hat die Schau organisiert, an der 16, teils international erfolgreiche Gäste beteiligt sind. „Wenn man eine solche Ausstellung sehen möchte, muss man sonst sehr weit fahren“, so Dombrowski. Auf ganz unterschiedliche Weise wird Architektur dargestellt.

Michael Lapuks zum Beispiel findet weniger die prominenten Prachtbauten der Großstädte interessant als die Linien, Formen und Symmetrien, die bereits vorhanden sind. Durch seine Reisen konnte er ein autobiographisches Tagebuch über Architektur zusammenstellen und in Holzschnittdrucken verarbeiten.

Peter Bialobrzeski fotografierte sogenannte „Case Study Homes“, eine Slumsiedlung in Baseco (Manila), um diesen Ort der Armut als Architektur darzustellen. Die Behausungen sind auf Stelzen gebaut und zeigen auf beeindruckende Weise, mit wie wenig die Menschen in armen Ländern auskommen müssen.

Vielen bekannt ist der in Bahnitz wohnhafte Bildhauer Karlheinz Biederbick, der ein weiterer Grund ist, weshalb jede Menge Künstler nach Bahnitz reisen. Er und seine Familie verschafften dem Ort das besondere Künstlerflair. Biederbick steuerte der Ausstellung diverse Terrakotta- Reliefs bei, die charakteristische Elemente der Vorstädte Roms abbilden.

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