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Arbeitskreis Eisenbahnfähre empört über „Ignoranz von Stadtverordneten“

17.03.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 17.03.2011, 06:13
fürstenberg () Fürstenberg (pilz) – Die Mitglieder des Arbeitskreises Eisenbahnfähre in Fürstenberg sind empört. Mit eigenen Vorschlägen, die Fähre zu sichern und zu restaurieren, würden einige Stadtverordnete ehrenamtliche Arbeit mehrerer Jahre in Frage stellen, so Kurt Neis. Dies sei pure Ignoranz.

Der Vorsitzende des Waldfördervereins arbeitet zugleich beim Arbeitskreis mit. Auf Nachfrage kündigte er am Donnerstag an, Mitglieder des Fährenteams würden ihrem Ärger auf der nächsten Sitzung der Stadtverordneten Luft machen.

Festzustellen sei, dass die Arbeit des Teams „offensichtlich missachtet wird und die eigentlichen Gründe wohl zu einem nicht geringen Anteil wahltaktischer Natur gegenüber dem Bürgermeister sein können“, so Neis, der damit auf die bevorstehende Wahl des Stadtoberhauptes im September 2011 anspielt.

Zur Erinnerung: Während der jüngsten Parlamentssitzung wurde Bürgermeister Philipp (parteilos) heftig kritisiert, weil er ein Sicherungs-Konzept für die Fähre mit unterstütze, das möglicherweise zu viel Geld kostet. Der Vorwurf gipfelte in der Frage, wer eigentlich den Bürgermeister ermächtigte, Geld für einen Transport der Fähre in die Werft bereitzustellen (wir berichteten). Dies in Unkenntnis der Sachlage: Das Parlament hatte 2010 bereits Eigenmittel bereitgestellt. Der Denkmalschutz steuerte nun Fördermittel bei. Insgesamt beträgt die Summe 50 000 Euro.

„Einige Stadtverordnete, die sich die vielen Jahre um die Eisenbahnfähre nicht im geringsten kümmerten – jetzt, wo die Arbeitsgruppe ein realisierbares Ergebnis zu deren Erhalt vorlegt – sehen ihre Verantwortung plötzlich und ohne entsprechende Sachkenntnis darin, die bereitstehenden Mittel als nicht ausreichend zu betrachten“, ärgert sich Neis in einem Offenen Brief. Mehr noch: Sie würden vorschlagen, die Fähre an Land zu setzen.

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