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Schüler nutzen täglich die Wirtschaftsseite für Börsenspiel im Oberstufenzentrum II

Dax bestimmt Stundenplan

Nur ein Spiel: Die Schüler des OSZ II nehmen an einem europaweiten Börsenspiel teil. Jeden Tag geben sie mehrere tausend fiktive Euro aus.
Nur ein Spiel: Die Schüler des OSZ II nehmen an einem europaweiten Börsenspiel teil. Jeden Tag geben sie mehrere tausend fiktive Euro aus. © Foto: MOZ/Katrin Röper
katrin röper / 14.11.2011, 18:43 Uhr
Eberswalde (kar) Begriffe wie Dividende, Wertpapiere und Aktiensplit erklären die 25 jungen Männer und Frauen vom Oberstufenzentrum II aus dem Stegreif. Sie sind kleine Wirtschaftsexperten mit großen Ambitionen – sie machen nämlich bei einem Börsenspiel mit, und zwar freiwillig.

Das Prinzip ist einfach: Die Schüler bekommen in Dreier- oder Vierergruppen 50 000 Euro zur Verfügung gestellt – theoretisch natürlich. Das Geld müssen sie über zwei Monate hinweg sinnvoll anlegen. Gewonnen hat, wer am Ende den meisten Gewinn erzielt. Dabei wird aber auch, anders als im richtigen Leben, der Aspekt der Nachhaltigkeit mitbewertet. Zweimal am Tag dürfen sie buchen, also Aktionen vornehmen. Das Gewinnerteam fliegt nach London; die Zweit- und Drittplatzierten gewinnen „echtes“ Geld. Die Sparkasse unterstützt das Programm.

Für Patrick Gross und John Flemming ist das praxisnahe Spiel gleichzeitig Vorbereitung auf ihre persönliche Zukunft. „Nach der Schule wollen wir zusammen unsere eigene Firma gründen“, erzählt Patrick. „Eine Art Unternehmensplanung. Dafür kriegen wir hier schon das richtige Basiswissen.“

Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, brauchen die Schüler aktuelle Informationen über die Unternehmen, die sie bewerten. Ein Blick auf die Wirtschaftsseite der Märkischen Oderzeitung hilft da weiter. Schließlich müssen sie einschätzen, ob eine Firma bald Gewinne erzielt, wie hoch die sein werden oder ob ihre Aktien demnächst die Talfahrt antreten. Dass sie dafür das MOZ-Abo in der Schule haben, wissen sie sehr zu schätzen. „Wir haben zwar auch eine Zeitung zu Hause, aber morgens habe ich gar nicht die Zeit dafür“, erzählt Ida Wallmann. „Ich setze mich dann in der Schule hin und verschaffe mir einen Überblick.“

Lehrerin Heidrun Jablonski nutzt die MOZ auch im Unterricht. „Wir besprechen einige Texte und manchmal sind sie auch Gegenstand einer Klausur“, erzählt sie. „Das kann so ablaufen, dass ich den Schülern einen Artikel gebe und Aufgaben dazu stelle. Zum Beispiel müssen sie Kernaussagen herausarbeiten oder die jeweilige Situation beurteilen.“ Auch die Artikel rund um den Innovationspreis der MOZ kommen gut an. „Dadurch sehen die Kinder, welche Unternehmen es in der Region gibt.

Das ist es auch, was Pate Ralf Dieme gefällt. Der Ingenieur stellt den Schülern die Zeitung jeden Tag zur Verfügung. „Gerade für junge Leute ist es wichtig, auch mal zur Zeitung zu greifen, als Alternative zum Internet“, sagt er. „So können sie beim Durchblättern Themen entdecken, die sie bei der Internetrecherche nicht finden. Vielleicht werden sie dadurch auch auf Dinge aufmerksam, die sie in der Region halten können.“

Wenn Sie Pate eines MOZ-Abos werden wollen, melden Sie sich unter Tel.: 03334 202950 oder E-Mail: eberswalde-red@moz.de.

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