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Arbeiten an zwei Projekten im Naturpark

Neues Leben für Moore und Bäche

OKOEHLER / 02.12.2011, 18:09 Uhr
Biesenthal/Lanke (MOZ) Das Projekt zur ökologischen Sanierung und naturtouristischen Entwicklung im Barnim nimmt konkrete Formen an. Nach dem Rabenluch bei Biesenthal haben nun auch die Arbeiten zur ökologischen Sanierung des Krummen Fenn bei Lanke begonnen.

Dabei werden in den kommenden drei Jahren vor allem Maßnahmen zur Sanierung von Mooren und Fließgewässern und damit zur Förderung der Artenvielfalt in beiden Schutzgebieten im Mittelpunkt stehen. Weitere Ziele sind der Ausbau der touristischen Infrastruktur und die Schaffung von Naturerlebnisangeboten für Bewohner, Besucher und Schüler beider Großschutzgebiete. Die Akteure im Barnim haben sich also viel vorgenommen.

Die in der Kulturlandschaft des 750 Quadratkilometer großen Naturparks betriebene Entwässerung hat zum Sinken der Grundwasserstände in den waldgeprägten Einzugsgebieten sowie zur Gefährdung heimischer Tier- und Pflanzenarten geführt. Diese Entwicklung soll nun durch eine Verbesserung des Wasserhaushaltes gestoppt werden. Durch das erhöhte Wasserspeichervermögen der Moore soll sich auch ihr Wasserrückhaltevermögen bei Hochwasser verbessern. Neben der Wiedervernässung von Mooren wird das Gewässernetz im Naturpark zudem für Fische durchgängig gemacht. In wenigen Jahren sollen sich dann Bachneunauge und Westgroppe wieder in weiten Teilen des Naturparks zu Hause fühlen.

Mit dem 6,1 Hektar großen Rabenluch bei Biesenthal wurde ein ehemals stark entwässertes Kesselmoor als erster Standort renaturiert. Dazu wurden unter anderem die Entwässerungsgräben verplombt. Das gerade in Arbeit befindliche Krumme Fenn bei Lanke ist ein 3,2 Hektar großer abflussloser Moorstandort. Durch Wiederinstandsetzung von 125 Meter Graben zwischen dem Moor und dem benachbarten See Krumme Lanke kann dort Wasser aus dem See wieder in das rund einen halben Meter tiefer gelegene Moor strömen.

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