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CO2-Speicherung: Vattenfall forscht weiter

Cottbus/Berlin (dpa) Der Energieversorger Vattenfall setzt auch nach dem Aus für das Milliarden-Projekt einer Speicherung des Klimagases CO2 auf diese Technologie. Vattenfall baue darauf, dass andere Unternehmen das CCS-Verfahren weiterentwickeln und zur Serienreife bringen, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Dann könne Vattenfall die CCS-Kraftwerkstechnologie kaufen und in den 2020er Jahren in Jänschwalde (Spree-Neiße) errichten. Dort geht das konventionelle Braunkohle-Großkraftwerk bis 2030 vom Netz. Mit dem CCS-Verfahren kann Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken und der Industrie vom Rauchgas abgetrennt, verflüssigt und unterirdisch gespeichert werden.

  © dapd

 

Am Montag hatte der Deutschland-Chef von Vattenfall, Tuomo Hatakka, in Cottbus den Planungsstopp für ein CCS-Demonstrationskraftwerk in Jänschwalde verkündet. Die 300-Megawatt-Anlage sollte 1,5 Milliarden Euro kosten. Damit wollte Vattenfall ab 2016 die innovative Technik zur CO2-Speicherung großtechnisch erproben. Nach zweijährigem Tauziehen im Bundestag und Bundesrat liegt aber wegen des Widerstandes einiger Bundesländer noch immer kein CCS-Gesetz vor. Deshalb zog Vattenfall jetzt die Reißleine für die geplante Großinvestition. Die rot-rote Landesregierung in Potsdam hatte auf die Entscheidung mit Bedauern reagiert.

 

Vattenfall werde sich aber weiter an der Erforschung der CCS-Technologie beteiligen, sagte die Sprecherin. Das betreffe auch die Pilotanlage eines Braunkohlekraftwerkes in Schwarze Pumpe (Spree-Neiße) und das europäische Speicherprojekt "CO2 Sink" in Ketzin (Havelland). Es gelte ebenso für Forschungen an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus zur stofflichen Verwertung von Kohlendioxid und für ein Projekt in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz), wo Mikroalgen CO2 in Biomasse umwandeln.

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