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Mandy Timm 07.12.2011 06:05 Uhr
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Die Skepsis bleibt

Letschin (MOZ) Trotz der Absage des Energiekonzerns Vattenfall, im brandenburgischen Jänschwalde ein CCS-Demonstrationskraftwerk zu bauen, wollen die Akteure der "Initiative Mahnwache Letschin" im kommenden Jahr mit ihrem Protest jeweils am ersten Sonntag des Monats weitermachen. Das kündigten sowohl Rolf Ignaz von der Initiative als auch Ulf Stumpe von der Bürgerinitiative "CO2ntra Endlager" an.

  Der Protest geht weiter: 2012 gehen die Letschiner Mahnwachen in das dritte Jahr. © Johann Müller

Die nächste und 25. Mahnwache findet demzufolge am 1. Januar 2012 auf dem Letschiner Marktplatz statt. Es ist mittlerweile das dritte Protestjahr für die CCS-Gegner und Unterstützer der Mahnwachen-Initiative. Der Letschiner Mario Forner teilte mit, dass die Mahnwachen "bis zu einer endgültigen Entscheidung" stattfinden sollen. Zwar in kleinerer Runde. Aber es sei auch künftig wichtig, so Forner, Präsenz zu zeigen. Der Sprecher der Neutrebbiner Bürgerinitiative, Ulf Stumpe, machte nach Bekanntgabe der Vattenfall-Absage deutlich, dass er und seine Mitstreiter die Nachricht "zur Kenntnis nehmen". "Für die Bürgerinitiative ändert sich dadurch allerdings nichts", sagte er, "da die derzeitige Erkundungsgenehmigung vor Gericht ohnehin keinen Bestand hätte." Das Ziel der Bürgerinitiative sei ein CCS-Unterlassungsgesetz, das mittelfristige Ende der Kohleverstromung sowie eine konsequente Energiewende.

Rolf Ignaz, Mitbegründer der Letschiner Mahnwachen, sagte gestern, dass trotz der im Grunde guten Nachricht doch weiter erhebliche Bedenken bestünden. "Die Initiative bleibt skeptisch", sagte er. "Wir sehen die Glaubwürdigkeit der Vattenfall-Aussagen in Gefahr." Zu wichtig sei der Schutz der Heimat und die drohende Abbaggerung ganzer Dörfer in der Lausitz. Das sei ein Grund, warum die Mahnwachen auch im neuen Jahr weitergehen würden. Darüber hinaus bliebe die Reaktion des Vermittlungsausschusses im Bundesrat auf die Vattenfall-Absage abzuwarten. Der Ausschuss tagt am kommenden Dienstag, 13. Dezember. Ignaz schließt nicht aus, dass die Entscheidung Einfluss auf den Ausschuss haben könnte und Vattenfall die Ankündigung lediglich als Druckmittel nutzt, um doch noch eine positive Entscheidung für die Energiekonzerne abzugewinnen. "Wir sehen leider", sagte Ignaz, "dass das Thema doch noch nicht vom Tisch ist. Ein Zeichen für ein Unterlassungsgesetz würde uns zur 25. Mahnwache am Neujahrstag allerdings hoffnungsvoll in das neue Jahr bringen."

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