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SVF kauft drei weitere Erdgasfahrzeuge / Alte Busse bleiben für Ersatzverkehr vor Ort

Neue Busflotte ist komplett

Bus-Parade: Die drei neuen Erdgasbusse warten auf dem Betriebshof der SVF auf ihren Einsatz im Linienverkehr.
Bus-Parade: Die drei neuen Erdgasbusse warten auf dem Betriebshof der SVF auf ihren Einsatz im Linienverkehr. © Foto: MOZ/Frank Groneberg
Frank Groneberg / 06.08.2017, 19:24 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Stadtverkehrsgesellschaft hat jetzt die letzten drei Erdgasbusse der zweiten Generation in Betrieb genommen. Damit ist der 2013 begonnene Kauf von 13 neuen Bussen abgeschlossen. Die alten Fahrzeuge werden ab dem Spätherbst für den Schienenersatzverkehr verwendet.

Sie sind wie ihre Vorgänger lindgrün, tragen die Nummern 449, 546 und 547 und sind seit Mitte Juli im Linienbetrieb im Einsatz: die drei nagelneuen Erdgasbusse der Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF). "Ende Juni wurden sie vom MAN-Werk im polnischen Starachowice nach Frankfurt geliefert", sagt Ken Wegener. Der 28-jährige Frankfurter, der seit dem 1. Juni als Assistent der Geschäftsführung bei der SVF beschäftigt ist, erklärt auch gleich, warum die Nummern der Busse, die auf den Kennzeichentafeln stehen, nicht fortlaufend sind: "Unsere Solobusse haben vorn die Ziffer 4, die Gelenkbusse eine 5 zu stehen."

Schon anhand der Nummern ist damit leicht zu erkennen: Bei den drei Neuen handelt es sich um einen Solo- und zwei Gelenkbusse. Mit ihnen ist die neue Busflotte der SVF komplett. Seit April 2013 hat das Unternehmen insgesamt 13 Fahrzeuge - sieben Gelenk- und sechs Solobusse - gekauft, hat dafür knapp 4,5 Millionen Euro investiert.

Der Neukauf war notwendig, weil die Erdgasbusse der ersten Generation das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben. 22 Busse hatte die SVF 2002 und 2003 in Betrieb genommen. Nach etwa zwölf Jahren - dann sind sie mehr als 600 000 Kilometer gefahren - müssen Busse ersetzt werden. Um Kosten zu sparen, hat die SVF aber nicht alle 22 Busse ersetzt. Acht Busse - vier Gelenk- und vier Solobusse - sind einer Generalüberholung unterzogen worden, womit deren Lebenszeit noch mal um acht Jahre verlängert worden ist. Je nach Typ sparte das Unternehmen damit zwischen 150 000 (Solobus) und 200 000 Euro pro Bus. Zum Vergleich: Ein neuer Solobus kostet etwa 290 000, ein Gelenkbus etwa 380 000 Euro. Straßenbahnen haben übrigens nicht nur mehr Platz für Fahrgäste, sondern mit 35 bis 40 Jahren auch eine deutlich längere Lebenszeit als Busse.

Mit den drei neuen Bussen gehören jetzt 30 Erdgasbusse (18 Gelenk-, zwölf Solobusse) sowie zwei mit Dieselmotoren laufende Midibusse zum Bestand der SVF. Warum so viele? Das Unternehmen hat mehrere Fahrzeuge der ersten Generation, für die Ersatz beschafft worden ist, nicht ausgemustert, sondern als Reserve behalten. Diese Reserve wird für die Abdeckung des Schienenersatzverkehrs auf der Straßenbahnlinie 4 benötigt. Denn voraussichtlich ab November wird die Straßenbahnbrücke über der Autobahn A 12 instand gesetzt. Dafür muss der Straßenbahnbetrieb zwischen Kopernikusstraße und Markendorf für Monate unterbrochen werden.

Die Busse der zweiten Generation sind noch fahrgastfreundlicher als die alten. "Sie verfügen über mehr Abstellflächen für Kinderwagen, Fahrräder und Rollstühle", sagt Ken Wegener und hebt besonders die Rollstuhlplätze mit Sicherungsvorrichtung hervor. In den Gelenkbussen fänden Kinderwagen jetzt auch hinter der dritten Tür Platz. "Am Heck wird nicht mehr nur die Liniennummer, sondern auch das Fahrtziel angezeigt", nennt er ein weiteres Beispiel.

Verbesserungen bringen die Neuen aber auch den Fahrern. Eine Fahrerklimaanlage gehört serienmäßig zur Ausstattung. Und in kleinen Kühlschränken können die Frauen und Männer hinterm Lenkrad ihre Getränke kühlen, was gerade jetzt im Sommer durchaus von Vorteil ist.

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