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Fremde Welten besiedeln

Aven Colony
Aven Colony © Foto: Team 17
Stefan Klug / 26.09.2017, 16:02 Uhr - Aktualisiert 03.10.2017, 15:23
(MOZ) Seit "Anno 2070" vor immerhin fast sechs Jahren das Licht der Welt erblickte, schien die Aufbau-Sim von den Entwicklern vergessen. Mal abgesehen von einigen weniger gelungenen Konsolen-Umsetzungen alter PC-Hits. So kam "Aven Colony" mitten in der Sommerferienzeit etwas überraschend, vielleicht auch ungünstig vom Zeitpunkt her. Da aber mittlerweile tiefster Herbst in Deutschland vorherrscht, ist die Gelegenheit günstig für alle Aufbaustrategen, sich das Game einmal näher anzuschauen. Denn die Abenteuer auf Aven Prime, einem Planeten Lichtjahre von der Erde entfernt, haben durchaus ihren Reiz.

Von den Grundzügen her unterscheidet sich das von Mothership Entertainment entwickelte Spiel natürlich nicht von den großen Vorbildern des Genres. Man fängt mit einer kleinen Siedlung an, schafft gewisse günstige Voraussetzungen dafür, dass Kolonisten den Umzug interessant finden, baut mit deren Arbeitskraft eine funktionierende Infrastruktur auf und lockt so mehr Kolonisten an. Bodenschätze und sonstige Ressourcen, die Aven Prime bietet, werden gefördert und genutzt. Mit der Bevölkerung wachsen aber auch deren Ansprüche und schon ist der Spieler mittendrin in der Spirale, die ihn vorwärts treibt. Hinzu kommen willkürliche und sich wiederholende Ereignisse, auf die reagiert werden muss. Und schließlich bietet der Planet noch allerlei Getier, das über die Kolonie herfällt. Weil es eher weniger ein erdähnlicher Planet ist, findet das Leben in Gebäuden statt. Tunnel ersetzen Straßen und Luft wird ein wichtiger Faktor.

Wenn sich hier auch vieles aus dem Anno-Universum in abgewandelter Form wiederfindet, so ist es das Management-System der Bedürfnisse und Notwendigkeiten, das die Entwickler auf die Spitze getrieben haben. Dafür lassen sich aber alle Parameter hervorragend auf der Spielkarte darstellen, so dass die Übersicht nicht verloren geht. Das Tempo ist hoch, aber immer fair. Und so verspielen sich schnell mal ein paar Stunden am Stück.

Dass dies nicht zwingend auffällt liegt an der gefälligen Gesamtanlage. Die Grafik ist durchweg gut und kann dank dreht, schwenk- und zoombarer Kamera aus nahezu jedem Blickwinkel betrachtet werden. Es gibt ausklappbare und Kreismenüs, ein Infozeile am unteren Bildrand. Kurzum, eine Unmenge an Informationen sind platzsparend und logisch angeordnet worden. Auch den Weg durch die verschiedenen Bauoptionen findet man schnell. Und nicht zuletzt lässt einen die Missionsgestaltung nur selten im Unklaren, was denn als nächstes zu tun ist. Gut gemacht und mit knapp 30 Euro für die Vollversion sowohl PC wie auch Konsolen günstig.

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