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Zum Friedensnobelpreis: Weil es um alles geht

Andrè Bochow
Andrè Bochow © Foto: Thomas Koehler/photothek.net
Andrè Bochow / 06.10.2017, 18:55 Uhr
Berlin (MOZ) Unermüdliche, oft belächelte Kämpfer gegen Atomwaffen haben den Friedensnobelpreis bekommen. Wer hätte ihn mehr verdient als sie? Über all den Auseinandersetzungen um Klimapolitik, Separatismus, pseudoreligiösen Wahn und anderes, das den Frieden gefährdet, wurde die größte aller Gefahren regelrecht vergessen. Die atomare Auslöschung von großen Teilen der Menschheit. Oder auch der gesamten.

Lange wurde das Konzept der nuklearen Abschreckung regelrecht gefeiert. War es denn nicht erfolgreich? Der Beweis: Niemand hat nach Hiroshima und Nagasaki Atomwaffen eingesetzt. Wie dicht die Welt in der Kuba-Krise an den Abgrund gerückt war, hat man erst Jahrzehnte später richtig begriffen und leicht schaudernd vor dem Fernseher verarbeitet. Als Ronald Reagan US-Präsident wurde, machte sich die Band Genesis in einem Video über den Ex-Schauspieler lustig, der tapsig den Atomkriegsknopf mit seinem Wecker verwechselte.

Doch nun sitzt Donald Trump am Drücker und niemand lacht mehr. Als ob es Sandkastenspiele wären, drohen Trump und der aktuelle nordkoreanische Diktator mit Vernichtung. Plötzlich wird klar, welches Grauen uns allen droht. Gegen diese sehr konkrete Bedrohung gibt es nur ein Mittel. Die komplette Vernichtung der Atomwaffen. Aller Atomwaffen.André Bochow

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