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Steinmeier will Beziehungen mit Australien ausbauen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) und seine Frau Elke Büdenbender stehen im Kings Park in Perth (Westaustralien) mit dem Koala-Bären "Karen" zusammen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) und seine Frau Elke Büdenbender stehen im Kings Park in Perth (Westaustralien) mit dem Koala-Bären "Karen" zusammen. © Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
dpa / 03.11.2017, 13:45 Uhr
Perth (dpa) Als erster Bundespräsident seit anderthalb Jahrzehnten besucht Steinmeier Australien. Mit Premier Turnbull stimmt er darin überein, dass die Beziehungen ausgebaut werden sollen.

Deutschland und Australien wollen ihre Zusammenarbeit trotz der Entfernung von mehr als 13 000 Kilometern ausbauen. Zum Auftakt eines Staatsbesuchs warb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag in der westaustralischen Stadt Perth dafür, über die Wirtschaftsbeziehungen hinaus auch die Kontakte in Politik und Kultur zu stärken. Ähnlich äußerte sich Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull. Als weiteres Feld für eine engere Zusammenarbeit nannten beide den Kampf gegen den Klimawandel.

Steinmeier ist nach 16 Jahren der erste Bundespräsident, der das Land auf der anderen Seite der Erdkugel besucht. Australien ist nach Singapur die zweite Station seiner bislang längsten und weitesten Auslandsreise. In Perth eröffnet er am Samstag eine Wirtschaftskonferenz mit mehreren hundert Geschäftsleuten aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Ab Sonntag steht noch ein Staatsbesuch in Neuseeland auf dem Programm. Am Mittwoch kehrt er nach Berlin zurück.

Steinmeier sagte: "Das Potenzial in den wirtschaftlichen Beziehungen ist bei weitem nicht ausgeschöpft." An die deutsche Wirtschaft appellierte er, sich stärker in Australien zu engagieren. In Perth wird auch das 40-jährige Bestehen der deutsch-australischen Handelskammer gefeiert. Zugleich müssten, so Steinmeier, die Beziehungen in Bildung und Kultur gestärkt werden. "Ich glaube, dass Europa stärker präsent sein muss."

Der konservative Regierungschef Turnbull warb um Investitionen. Er freue sich über eine "stärkere deutsche Präsenz". Zugleich sprach er sich dafür aus, bald mit den geplanten Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Australien und der Europäischen Union zu beginnen. Australien gehört zu den Ländern mit einer sehr robusten Konjunktur. Die Wirtschaft wächst dort seit mehr als einem Vierteljahrhundert praktisch ohne Unterbrechung.

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