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Linda Teuteberg (FDP) sichert beim Walther-Rathenau-Tag Schloss Freienwalde Unterstützung zu

FDP-Politikerin verspricht Hilfe

Versprach Hilfe: Die Abgeordnete Linda Teuteberg (FDP) will sich beim Bund für das Schloss einsetzen.
Versprach Hilfe: Die Abgeordnete Linda Teuteberg (FDP) will sich beim Bund für das Schloss einsetzen. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 06.11.2017, 07:30 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Das Vermächtnis der Familie Rathenau, die Zukunft des Schlosses Freienwalde und die auf der Gründung der AEG basierende Geschichte des Industriestandortes Berlin-Oberschöneweide standen im Mittelpunkt des Walther-Rathenau-Tages am Sonnabend im Teehäuschen.

Die Freude und die Erleichterung darüber, dass die PDP-nahe "Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit" auch zu ihrem elften Walther-Rathenau-Tag ins Schloss Freienwalde einladen konnte, stand Moderator Heiko Krause aus Petershagen/Eggersdorf ins Gesicht geschrieben. Aufgrund der geschlossenen Beletage des Schlosses musste die Veranstaltung lediglich ins Teehäuschen umziehen.

Die frischgebackene FDP-Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg aus Potsdam versuchte einen Bezug zur Gegenwart herzustellen. Emil Rathenau, Gründer der AEG, habe den Alltag der Menschen elektrifiziert. Sie betonte die Facetten Walther Rathenaus als Industrieller, Politiker, Schriftsteller, Maler und Vordenker. Er habe gesagt, die Industrie sei wichtig für die Entwicklung des Landes, wozu jeder Mensch seinen Beitrag leisten könne.

Die Bundestagsabgeordnete zog einen Vergleich zur zunehmenden Digitalisierung. "Wir müssen sie gestalten", erklärte die Politikerin. Die Bildungspolitik für Kinder und Erwachsene müsse darauf Einfluss nehmen, damit sie sich in der neuen Welt zurecht finden. "Walther Rathenau hatte auch einen Sinn für schöne Orte", wies Linda Teuteberg auf den Tagungsort hin. "Stadt und Landkreis können die Rathenau-Gedenkstätte nicht alleine tragen", sagte sie und kündigte an, das Problem mit zum Bund zu nehmen. "Wir müssen gemeinsam überlegen, wie wir das Erbe Rathenaus gestalten und für die Zukunft bewahren." Friedemann Hanke (CDU), Erster Beigeordneter des Landkreises", sicherte zu, dass auch der zwölfte Rathenau-Tag im Schloss stattfinden werde. Landkreis und Stadt führten intensive Gespräche. Schloss und seine Nebengebäude bräuchten ein schlüssiges Konzept. Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos) dankte der Stiftung, die mit dem Walther-Rathenau-Tag ein wichtigen Beitrag politischer Bildung in Bad Freienwalde leiste und politischen Dialog unterstütze.

Reinhard Schmook, Geschäftsführer der Walther-Rathenau-Stift gGmbH, Träger der Gedenkstätte, erläuterte in seinem Vortrag die Umstände, wie Rathenau, der als von der Gesellschaft diskriminierter Jude den altpreußischen Klassizismus verehrte, das Schloss kaufte, umbaute und wie er dort lebte. Schmook betonte, dass Bad Freienwalde mit der Rathenau-Gedenkstätte ein "europäischer Erinnerungsort ist, der für folgende Generationen erhalten werden muss".

Susanne Reumschüssel vom Verein Industriesalon Schöneweide berichtete, wie der Berliner Bezirk mit seiner Industriegeschichte umgeht und die alten, nicht mehr genutzten Fabrikgebäude öffentlich nutzen will. Die Bezirk entstand 1898 durch den Bau eines Kabelwerks, das später Hauptsitz der AEG wurde. Das Unternehmen war 1883 von Emil Rathenau, Vater von Walther Rathenau gegründet worden. Auch er arbeitete in verschiedenen Positionen in dem Unternehmen.

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