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Leonie Schölzel und Petra Lunow beklagen schlechte Verbindung von Bad Freienwalde nach Berlin

Freie Wähler fordern direkten Zug

© Foto: MOZ//Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 05.12.2017, 20:21 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Mit Spannung haben Leonie Schölzel aus Bad Freienwalde und Petra Lunow (beide BVB/Freie Wähler) aus Hohenwutzen den neuen Landesnahverkehrsplan erwartet. Doch nach der Lektüre stellte sich Ernüchterung ein. Denn die einzige Änderung, die vorgenommen werden soll, sei die Erhöhung der Fahrtgeschwindigkeit von bisher 60 km/h auf nun 80 km/h. "Leider bringt uns diese Änderung keine spürbare Verbesserung der Anbindung nach Berlin. In Eberswalde hat man momentan eine Umsteigezeit von acht Minuten und von Frankfurt (Oder) fünf Minuten", stellten die Kommunalpolitikerinnen fest. Petra Lunow ist Ortsvorsteherin von Hohenwutzen und Stadtverordnete in Bad Freienwalde. Leonie Schölzel kandidierte bei der Bürgermeisterwahl in Bad Freienwalde.

Beide Frauen setzen sich für eine durchgehende Bahnverbindung von Bad Freienwalde nach Berlin ein. Die Regionalbahnlinie (RB) 60, die Falkenberg, Bad Freienwalde und Wriezen anfährt, verbindet die Bahnhöfe Eberswalde und Frankfurt (Oder). Passagiere müssen dort jeweils in den Regionalexpress der Bahn umsteigen.

Eine Anhebung der Fahrtgeschwindigkeit bringe keine Vorteile, da die nächsten Anschlüsse in kurzer Zeit erreichbar sei und sich mit der möglichen Änderung kein früherer Anschluss erreichen ließe, so Leonie Schölzel und Petra Lunow. Besonders aus Sicht der Pendler sei es bedauernswert, dass die Möglichkeit der durchgängigen Bahnverbindung nach Berlin außer Acht gelassen werde. "Eberswalde und Bernau profitieren rege von ihrer guten Anbindung nach Berlin. Bad Freienwalde hat einen großen Leerstand sowie günstige Mietpreise", erklärten die beiden Politikerinnen am Dienstag. Die Grundlage, neue Einwohner, junge Familien nach Bad Freienwalde zu locken, wäre gegeben. Leider sei eine Fahrzeit von anderthalb Stunden mit Umstieg nach Berlin nicht attraktiv genug. Durch die Baustelle am Karower Kreuz verlängert sich die Fahrzeit um ein weiteres.

Eine tägliche direkte Verbindung nach Berlin könnte nach Ansicht der Politikerinnen eine Erweiterung der Angebote des Moorheilbades nach sich ziehen. Die Stadt wäre noch attraktiver für Tagestouristen.

In Hinblick Abrisses der Brücke und des Ausbaus der B 158 in Bad Freienwalde sei die Straßenverbindung nach Berlin über Jahre unterbrochen. Daher es für die Bad Freienwalder besonders wichtig, im öffentlichen Nahverkehr gut in Richtung Berlin vernetzt zu sein, erklärten Leonie Schölzel und Petra Lunow.

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