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Steffen Göttmann 09.09.2014 07:56 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Gärtner schwelgen im Überfluss

Bad Freienwalde (MOZ) Der Parkplatz auf der Wiese vor dem Altenpflegeheim Bethesda war bis auf den Platz gefüllt. Das Herbstfest des Hauses der Naturpflege am Sonnabend erwies sich einmal mehr als Besuchermagnet.

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Mit Nadeln: Gabriele Stolzenburg (l.) zeigt Monika Röckner, wie trocken gefilzt wird.

© MOZ

"Ich bin extra nach der Arbeit noch zum Filzen hierhergekommen", sagte Monika Röckner, die vielen Lesern als "Postfrau" bekannt sein dürfte. Auf einer Form aus Styropor entstand so ein keiner Wollkürbis. Gabriele Stolzenburg, die im Haus der Naturpflege Filzen unterrichtet, durfte zum Herbstfest das gemütliche Foyer des Blockhauses im Garten nutzen. Statt mit Wasser und Seife werde beim Trockenfilzen die Wolle mit Nadeln bearbeitet, erläuterte Gabriele Stolzenburg. Für die Besucher hatte sie Mäuse, Fliegenpilze, Hasen und allerlei Erntefrüchte, die ihre Mutter Gisela Ermster auf einem Tisch zu Verkauf feilbot, vorbereitet.

Nicht von ungefähr erinnern die Bilder von Constanze Wanke aus Bad Freienwalde an die Kunst der australischen Aborigines. "Ich male pointillistisch - Punkte für Punkt", sagte die Künstlerin, die vor gut 20 Jahren die australische Malerei für sich entdeckt hat. Sie bot Bilder und bemalte Steine an ihrem Stand am Blockhaus feil

In geradezu bacchischem Überfluss schwelgte der Regionalverband Oberbarnim der Kleingartenfreunde. Der Stand brach fast unter der Last Gartenfrüchte. Adelheid und Werner Pohling, Gertrud und Wolfgang Ehmke sowie Gabriele und Reinhard Ullrich hatten die Ernte aus ihren Gärten zusammengetragen. Gleichzeitig durften Besucher Spillinge oder Mirabellen, Senfgurken und Marmeladen kosten. "Wir wollen zeigen, wie man Gartenprodukte weiterverarbeiten kann", sagte Reinhold Lenz, Vorsitzender des Regionalverbandes. "Wir legen bei uns wert auf öko", fügte er hinzu. Bei den 300 bis 400 Quadratmeter großen Sparten lohne es sich nicht, Gift zu spritzen. "Wenn man einen Garten richtig bewirtschaftet, kann man das vierfache der Kosten wieder hereinholen", sagte Lenz. Mit ihrer Repräsentation will der Verband auf leerstehende Sparten aufmerksam machen. Kleingärten seien inzwischen wieder begehrt. Besonders Familien mit Kinder pachten Kleingärten.

Heiko Franz aus Haselberg verkörpert den Imkernachwuchs. "Wir schleudern unseren Honig und ziehen Kerzen mit eigenem Wachs", sagte er. Waben und Deckel werden nach dem Schleudern eingeschmolzen. Seine Produkte bot er in Garten des Hauses der Naturpflege feil.

Bei der Eröffnung hatte der Verein die neue Broschüre "100 Jahre Kurt Kretschmann - Konflikte und Kompromisse" vorgestellt. Gebhard Schulz, Archivar des Hauses der Naturpflege, hat das Buch herausgegeben. Von den zehn Autoren las Kenneth Anders seinen Part vor.

"Ich kann bis morgen früh plaudern, habe aber nur 61 Minuten Zeit." Der Schauspieler Peter Sodann aus Halle erzählte am Abend humorvoll und unterhaltsam aus seinem Leben und las aus seinen Büchern vor. Er berichtete von seiner Kindheit, von seinem Vater, der nicht aus dem Krieg zurückkam und von seiner Mutter, die ihm folgenden Rat gab: "Peter, wenn Du was nich kannst, kannste es nich machen." Als ihn Gregor Gysi gefragt habe, ob er Bundespräsident werden wolle, habe er sich gedacht: "Hab ich noch nie gemacht, kannste ja mal machen."

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