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Maria Ugoljew 26.07.2015 19:39 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Tierisches Vergnügen

Bad Freienwalde (MOZ) Vierbeinige, haarige Lebewesen standen am Sonnabend im Mittelpunkt des Sommerfestes des Hauses der Naturpflege. Was steckt alles in einem Hund? Und was kann man über Bären noch alles lernen? Um die Fragen zu beantworten, wurden Experten eingeladen, darunter auch der Bärenkurator des Berliner Zoos.

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Mit dem Experten vis-à-vis: Heiner Klös (r.), Biologe und langjähriger Mitarbeiter des Berliner Zoos, stand nach der Filmvorführung dem Publikum Rede und Antwort. Moderiert wurde das Gespräch von "Ökofilmtour"-Leiter Ernst-Alfred Müller (l.).

© Maria Ugoljew

"Ist der weich", sagte eine Besucherin, als sie dem zweijährigen Elo über den Kopf streichelt. Der wuschelige Hund gehört zu Carla Baumgärtner. Die Hannoveranerin, die seit 1994 mit ihrer Familie in Bad Freienwalde lebt, erklärte am Sonnabend mit viel Geduld, warum ihr Hund so ist, wie er ist: gehorsam, lieb und geduldig. In jedem Hund würden diese Eigenschaften stecken, ist sie überzeugt. "In der Regel ist die andere Seite der Leine Schuld daran, wenn etwas passiert", so Baumgärtner.

Gemeinsam mit einigen anderen Hundehaltern führte sie am Sonnabend auf einem Parcours, der auf der Wiese des Hauses der Naturpflege aufgestellt worden war, vor, was die liebsten Begleiter des Menschen so alles können. Ob über Hindernisse springen oder durch einen Tunnel sprinten. "Agility Training" nennt sich das im Fachjargon, erklärte Janine Klatt. Die 35-Jährige betreibt in Wriezen hobbymäßig eine Hundeschule. Jeden Sonntag treffen sich die Tierfreunde - auch Carla Baumgärtner ist mit ihrem Elo mit von der Partie - dort auf einem 4000 Quadratmeter großen Gelände, um unter anderem den Parcours mit ihren Vierbeinern zu üben. Dass die Vorführung am Wochenende geklappt hat, freute Janine Klatt: "So oft machen wir das ja nicht vor Publikum."

Ein Hingucker für die Erwachsenen wie Kinder war auch der schwarze russische Terrier von Alfons Trautmann. Der fünfjährige Miky liebt es, einen kleinen, extra für ihn angefertigten Wagen hinter sich herzuziehen. "Da sitzt dann oft meine Enkelin drin", sagte der Wriezener, "die sind ein Herz und eine Seele."

Vom Thema Hund zum Thema Bär ging es dann am Abend über. Zur Einstimmung führte Ernst-Alfred Müller, Leiter des Festivals "Ökofilmtour", den Dokumentarfilm "Bärenkinder" aus dem Jahr 2013 vor. "Ist das süß", raunte es da durch den Saal, als die ersten Bilder über die Leinwand huschten. Zwei vier Wochen alte Braunbär-Babys waren dort zu sehen. Die Geschwister hatten ihre Mutter verloren. Wären Naturschützer im Wald nicht auf sie gestoßen, hätten die Waisenkinder nicht überlebt. Und es hätte womöglich auch keine Dokumentation über ihre Aufzucht durch den tschechischen Tierfotografen Vaclav Chaloupek gegeben. Ziehvater für einen Bären - das war auch Heiner Klös. In seinem Fall handelte es sich um keinen geringeren als den Eisbären Knut, dessen tragische Geschichte die ganze Welt in Atem hielt. "Seitdem habe ich den Spitznamen Bärenkurator verpasst bekommen", sagte der Berliner, der seit 30 Jahren im Zoo arbeitet. "Aber das heißt eigentlich nichts weiter als wissenschaftlicher Assistent", so der Biologe, der im Anschluss an den Film mit den Zuschauern ins Gespräch kam.

2500 Interviews habe er in der Knut-Zeit gegeben. "Das war ein richtiger Hype", so Heiner Klös. Dabei ist er mehr als nur ein Bärenexperte. "Ich bin für alle Raubtiere im Zoo verantwortlich. Das heißt, ich achte darauf, dass die Lebensbedingungen der Tiere angemessen sind und die Pfleger richtig mit ihnen umgehen."

Dass er sich am Sonnabend Zeit für das Haus der Naturpflege genommen hat, war für ihn eine Ehrensache. "Ich finde es toll, wenn sich Menschen so engagieren", sagte Heiner Klös.

Sybille Knospe, Vorsitzende des Vereins des Hauses der Naturpflege, war über den Besuch erfreut. "Das war so unkompliziert. Wir haben einfach angerufen und nachgefragt." Der Tierspezialist, so schien es, könnte nicht zum letzten Mal in Bad Freienwalde gewesen sein.

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