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Inga Dreyer 06.09.2015 18:03 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Mulch, Musik und Malerei

Bad Freienwalde (MOZ) Launisch wie der April spielte sich der September am Sonnabend auf. Von Sonne bis Wolkenbruch war beim Herbstfest vom Haus der Naturpflege alles drin. Ähnlich abwechslungsreich zeigte sich das Programm mit Markt, Clown, Chormusik und der Einweihung einer Dauerausstellung.

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Erzählt von seiner Beziehung zu Kurt Kretschmann: Rudolf Behm hat mit dem Bad Freienwalder Naturschützer das Buch "Mulch total" verfasst.

© Inga Dreyer

Das Fest beginnt mit einem idyllischen Bild: Ein wacher, älterer Mann sitzt unter Birken an einem kleinen Tisch mit geblümten Tuch. Lebendig berichtet er von seiner Beziehung zu Kurt Kretschmann und der gemeinsamen Arbeit am Buch "Mulch total". "Anlass für diese Bekanntschaft war der Regenwurm", erzählt Rudolf Behm. Denn 1990 war er in einer Zeitung auf einen Regenwurm-Beitrag von Kretschmann aufmerksam geworden. Er bestellte bei dem Naturschützer eine Kopie. Mit dem anschließenden Briefwechsel begann ihre Freundschaft, die in der Publikation gipfelte. "Wir waren begeistert von dem Mulch-System", erzählt Rudolf Behm vom ersten Besuch in Kretschmanns Garten. Der Diplom-Chemiker meinte, dass man diese Böden wissenschaftlich untersuchen und beschreiben müsse. Aber würde Kretschmann, der bekennende Autodidakt, dies auch wollen? "Kurt, der überlegte nicht lange", erzählt Rudolf Behm lächelnd.

Es ist nur konsequent, dass das Haus der Naturpflege, das Erbe von Kurt Kretschmann pflegt, würdigt Rudolf Behm. Der 80-Jährige hat dem Verein eine Ausstellung zum Thema Mulch geschenkt, die nun in einem Holzhaus im Garten zu sehen ist. Die Rudolf-Behm-Hütte ist am Sonnabend eingeweiht worden.

Dies blieb nicht der einzige feierliche Akt. Später wurden die Sieger des Insektenhotel-Wettbewerbs geehrt, den das Haus der Naturpflege ausgelobt hatte. Fünf Kindergärten aus Bad Freienwalde hatten sich beteiligt. An einer Wäscheleine wurden die Fotos von den Werken am Sonnabend präsentiert. Jeder Besucher hatte eine Stimme.

Das Rennen machte die Kita Sonnenschein. Favorit sei eigentlich die Schiffmühler Kita gewesen, berichtet die Vereinsvorsitzende Sybille Knospe. Doch die Schiffmühler, die am selben Tag Feuerwehrfest feierten, konnten nicht genügend Unterstützer organisieren. Die Kita Sonnenschein bekam einen Wanderpokal in Form einer goldenen Naturschutzeule überreicht, der vom Altglietzener Dachdeckerbetrieb Dabek gestiftet wurde.

Im Garten war ein kleiner Markt aufgebaut, an dem es Honig, Marmelade, Brot und Gefilztes zu kaufen gab. Im Haus waren Malereien ausgestellt. Nach dem Auftritt von Clown Zack endete der Abend nicht minder gut gelaunt: mit einem Konzert von Torsten Riemann und seinem Chor Cantus Gaudia. Die "Spaßkapelle" sparte auch nicht an ernsten Tönen. Wichtig war Riemann, ein Zeichen gegen Rechts zu setzten. "Es kann nicht sein, dass in einem Land wie Deutschland wieder Leute Angst haben müssen, abzubrennen." Ängste führten dazu, dass Türen zugemacht werden, betonte er.

Die Türen des Vereins standen am Abend weit auf. Schon allein, weil sich so viele Menschen im Konzertraum drängten. Sybille Knospe erklärte am Ende: "Das war mein schönstes Herbstfest."

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