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Katrin Hartmann 10.04.2016 19:30 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Brigitte Kaiser übernimmt Vorsitz

Bad Freienwalde (MOZ) Die Mitglieder des Vereins im Haus der Naturpflege haben entschieden: Brigitte Kaiser ist die neue Vorsitzende. Sybille Knospe bleibt dem Verein als Stellvertreterin im Vorstand erhalten. Bei der 700-Jahr-Feier will sich das Haus mit einem übergroßen Eulenschild präsentieren.

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Neuer Vorstand: Dagmar Heinze (v.l.), Corinna Gerber, Sybille Knospe, Brigitte Kaiser und Jörg Frohoff

© MOZ/Katrin Hartmann

Der Verein vom Haus der Naturpflege hat ein neues Gesicht im Vorstand: Brigitte Kaiser übernimmt den Vorsitz. Ihre Vorgängerin Sybille Knospe will etwas kürzertreten, bleibt dem Verein allerdings als stellvertretende Vorsitzende erhalten. "Ich habe Brigitte Kaiser gefragt, ob sie diese Aufgabe übernehmen möchte und war glücklich, als sie zusagte", erläuterte Sybille Knospe bei der Mitgliederversammlung des Vereins am Sonnabend im Haus der Naturpflege. "Ich freue mich auf die neuen Aufgaben", sagte Brigitte Kaiser nach der einstimmigen Wahl.

Zahlreiche Projekte und Aufgaben warten in diesem Jahr auf den Verein: Zum Festumzug der 700-Jahr-Feier wollen die Mitglieder das Bad Freienwalder Haus etwa auf einem selbstgestalteten Wagen präsentieren. Der Clou dabei: ein überdimensional großes Schild mit der Naturschutzeule, sagte Geschäftsführerin Kerstin Götter.

Das Schild habe eine interessante Vergangenheit hinter sich, erzählte Sybille Knospe. Der Vorschlag für einen heimischen Vogel als Symbol für den Naturschutz entsprang aus der Wandergruppe, die bereits vor dem Naturschützer Kurt Kretschmann aktiv war. Viele Entwürfe entstanden bis sich letztendlich die schwarze Eule auf dem gelben Hintergrund durchsetzte. Einen der ersten Original-Entwürfe können Besucher heute in dem Haus betrachten.

Kurt Kretschmann war bezüglich des Naturschutzes ein Pionier, so Sybille Knospe. 1954 reiste er aus der DDR in die Bundesrepublik und stellte sein Schild als Symbol für den Naturschutz vor, erklärte die stellvertretende Vorsitzende, die die Fakten zu 65 Jahren Naturschutzeule und 55 Jahren Haus der Naturpflege im vergangenen Jahr für einen Vortrag erarbeitet hatte. "Die Antwort des Westens kam ein Jahr später mit einem eigenen Entwurf", sagte Sybille Knospe. Im Westen hatte man sich für den Weißkopfseeadler in einem grün-weißen Dreieck entschieden. Bis zum Mauerfall gab es deshalb zwei Schilder für Naturschutzgebiete. Danach überließ man dieses Thema den Ländern.

So gibt es heute in Berlin zum Beispiel ein Schild, welches die Eule in dem grün-weißen Dreieck zeigt. Von den ehemaligen westlichen Bundesländern habe allein Schleswig-Holstein das Schild von Kurt Kretschmann übernommen, weiß Sybille Knospe. Die Eule sei auch heute noch das Symbol des Hauses und hat im vergangenen Jahr einen wichtigen Platz eingenommen. Für das Kinder-Projekt "Wer baut das schönste Wildbienenhotel?" hat der Verein einen goldenen Wanderpokal mit einer Eule anfertigen lassen.

Besonders die Arbeit mit Kindern liegt dem Verein am Herzen. Aus diesem Grund haben drei Mitglieder - mit Nachdruck von Jens Lüdecke, Geschäftsführer der Bad Freienwalde Tourismus GmbH, - Ausbildungen im Bereich "Service Qualität Deutschland" genossen. Dabei habe unter anderem die Arbeit mit Kindern eine besondere Rolle gespielt, so Sybille Knospe.

In diesem Jahr kann das Haus der Naturpflege auf die Hilfe von zwei MAE-Kräften (Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung) und drei Bundesfreiwilligen zählen. Etwa 4500 Euro konnte der Verein als Gewinn 2015 verzeichnen. Seit 2006 haben sich die Einnahmen verdreifacht, so Kerstin Götter. "Diese Summen können allerdings nur schlecht als Gewinn bezeichnet werden", erklärte die Geschäftsführerin, "denn sobald eine Reparatur anfalle, sei das Geld schnell wieder weg."

Erfreulich sei auch der Anstieg bei den Übernachtungen. Waren es 2006 noch etwa 4000 Gäste, seien es im vergangenen Jahr bereits mehr als 8000 gewesen. Stolz war die Geschäftsführerin auf den neuen Anstrich, der in den Wintermonaten realisiert werden konnte und noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Wichtig für die Entwicklung des Vereins sei es, die Projekte und Programme nicht auf sich beruhen zu lassen, sondern immer wieder neue Ideen und Themen aufzugreifen, resümierten die Vereinsmitglieder.

Kontakt: 03344 3582

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