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Mathias Hausding 11.01.2017 19:30 Uhr

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Für Ehrenamtler: VIP-Karte der besonderen Art

Potsdam/Berlin (MOZ) Wer sich für die Gesellschaft engagiert, kann jetzt mit der gemeinsamen Ehrenamtskarte in Berlin und Brandenburg von Vergünstigungen profitieren. Das Angebot weist allerdings noch viele weiße Flecken auf.

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, l) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellen die gemeinsame Ehrenamtskarte vor.

© dpa

In Brandenburg sind seit dem Start im Jahr 2013 rund 1600 Karten verteilt worden, in Berlin seit 2011 etwa 4500 pro Jahr. Voraussetzung ist ein freiwilliges Engagement von mindestens 200 Stunden pro Jahr. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte am Mittwoch, dass es beim Ehrenamt künftig keine Landesgrenze zu Berlin gebe. "Freiwilliges Engagement wird gewürdigt", versicherte er.

In Brandenburg machen laut einer Liste der Initiatoren derzeit 100 Partner aus Kultur, Sport und Wirtschaft Angebote für die Ehrenamtskarte, in Berlin sind es 40 Unterstützer. Zu den herausragenden Angeboten gehören sicher die 20 Prozent Rabatt auf ein Ticket für Zoo und Tierpark in Berlin. Der Zoo Eberswalde gewährt zwei Euro Rabatt auf die Eintrittskarte. Ebenso begehrt dürften die 20 Prozent Nachlass beim Deutschen Theater und der Berliner Schaubühne sein. Fußball-Bundesligist Hertha BSC gibt 25 Prozent Rabatt für ausgewählte Plätze im Olympiastadion.

Jenseits der Hauptstadt zeigt sich zum Beispiel das Theater Brandenburg/Havel großzügig und vergibt Freikarten für Sinfoniekonzerte. Der Filmpark Babelsberg gewährt 50 Prozent Rabatt auf den regulären Ticketpreis.

Nicht mit von der Partie sind laut Liste die großen Staatlichen Museen in Berlin sowie die Verkehrsunternehmen in beiden Ländern. Wobei S-Bahn und BVG in der Hauptstadt seit sieben Jahren ein Angebot jenseits der Ehrenamtskarte machen. So werden pro Jahr 14 000 Einzelfahrscheine an engagierte Bürger verteilt, wie ein S-Bahn-Sprecher am Mittwoch erklärte. Dieses Angebot ist und bleibt jedoch beschränkt auf Berliner, weil die Unternehmen darüber einen Vertrag mit dem Land Berlin haben.

Nach Angaben des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) wäre es durchaus denkbar, auch den Ehrenamtlern in der Mark Vergünstigungen für Busse und Bahnen zu verschaffen. "Das ist eine Frage des Willens und des Geldes", sagte VBB-Sprecherin Elke Krokowski. Der Verkehrsverbund selbst habe dies jedoch nicht in der Hand. Hier müsste dann wohl ähnlich wie in Berlin ein finanzieller Ausgleich vom Land fließen.

Sehr auffällig sind beim Blick auf die Liste der Brandenburger Unterstützer die weißen Flecken im Land. Jenseits des Speckgürtels wird es dünn. Oder wird die Liste nicht ordentlich gepflegt? Die Stadt Frankfurt zum Beispiel taucht gar nicht auf. Im Kleist-Museum der Oder-Stadt stößt das auf Verwunderung. "Selbstverständlich bieten wir seit langem Inhabern der Ehrenamtskarte den Museumsbesuch zum ermäßigten Eintrittspreis an", erklärt Sprecherin Anette Handke.

Stefan Voss wiederum, Geschäftsführer des Kleist Forums, will die Nachfrage dieser Zeitung umgehend zum Anlass nehmen, eine künftige Beteiligung seines Hauses an der Ehrenamtskarte zu prüfen. "Ich bin selbst Ehrenamtler. Es ist mir wichtig, den Freiwilligen Anerkennung entgegen zu bringen", so Voss.

Brandenburgs Engagierte können die Karte online oder schriftlich bei der Staatskanzlei beantragen (Tel. 0331 866 1008); Berliner über ihren Verein oder Träger bei der Senatskanzlei.

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