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20.03.2017 16:59 Uhr

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Spezialeinsatzkommando entwaffnet "Reichsbürger" in Fürstenberg

Fürstenberg (dpa) Die Brandenburger Polizei hat in Fürstenberg (Oberhavel) einen Jäger entwaffnet, weil er der sogenannten Reichsbürger-Szene angehört. Da Widerstand des 57-Jährigen möglich gewesen sei, habe ein Großaufgebot der Polizei mit einem Spezialeinsatzkommando das Grundstück des Mannes am frühen Morgen gestürmt, berichtete der Sprecher der Polizeidirektion Nord, Toralf Reinhardt, am Montag. Insgesamt waren 50 Beamte im Einsatz.

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Die Polizisten stellten bei der Razzia drei versteckte Waffen und Munition im Wohnhaus des 57-Jährigen sowie sechs weitere bei einer 48-jährigen Bekannten des Mannes in Zehdenick sicher. Zudem entdeckten die Beamten im Haus des Jägers 45 getrocknete Cannabis-Pflanzen.

Bei dem Mann wurde zudem eine 65-jährige Frau angetroffen, die von der Berliner Staatsanwaltschaft mit Haftbefehl gesucht wurde. Da die Frau einen Strafbefehl in Höhe von 1800 Euro wegen Volksverhetzung nicht bezahlt hatte, muss sie nun 80 Tage im Gefängnis absitzen.

Die Razzia sei durch einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Potsdam ermöglicht worden, berichtete die Polizei. Danach wurde gegen den 57-Jährigen ein generelles Waffenbesitzverbot ausgesprochen. Hintergrund ist, dass "Reichsbürger" die Gesetze der Bundesrepublik nicht anerkennen und für die Behörden daher als unzuverlässig im Sinne des Waffengesetzes gelten.

Im vergangenen Oktober hatte ein "Reichsbürger" im bayerischen Georgsgemünd bei einer Razzia auf vier Polizisten geschossen und einen Beamten getötet. Das Spezialeinsatzkommando wollte ebenfalls die Waffen des Jägers beschlagnahmen.

Der zuständige Abteilungsleiter bei Brandenburgs Verfassungsschutz, Michael Hüllen, hatte im Februar berichtet, dass das Landeskriminalamt im vergangnen Jahr zwei "Reichsbürgern" die Waffen abgenommen habe. Damals liefen noch zwei weitere Verfahren gegen Waffenbesitzer.

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