to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Samstag, 23. September 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

19.05.2017 14:51 Uhr - Aktualisiert 19.05.2017 15:32 Uhr

brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/

Wolf tötet 30 Schafe - Seit Jahresbeginn bereits 93 tote Tiere

Potsdam (dpa) 30 Schafe, darunter 23 Lämmer, sind bei einem nächtlichen Wolfsangriff auf eine Herde in Kummersdorf (Teltow-Fläming) gerissen worden. "Am Donnerstagmorgen habe ich die toten Tiere entdeckt", sagte Schäfer Dirk Hoffmann auf Anfrage. Der Wolf habe vermutlich einen 90 Zentimeter hohen Zaun übersprungen, der unter Strom stand.

brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1575066/
 

Ein Wolf

© dpa

Die erst vor 14 Tagen geborenen Lämmer seien bereits aus dem Gröbsten heraus gewesen, sagte der 63 Jahre alte Schäfer. Er habe bereits 78 Schafe an Wölfe verloren. Nach 49 Jahren als Schäfer überlege er, den Beruf aufzugeben. Zu seiner Herde gehören etwa 700 Merion-Schafe und ebensoviele Lämmer. Den diesmal angerichteten Schaden bezifferte er mit 2000 bis 3000 Euro.

Der Wolf habe die Schafe gezielt durch Bisse in den Kopf getötet und anschließend zum Teil aufgerissen, sagte der Sprecher des Landesamtes für Umwelt, Thomas Frey. Laut Gutachten habe der Wolf nur wenig Fleisch gefressen. Vermutlich sei er bei der Attacke gestört worden, sagte er. Die Untersuchung, ob an dem Angriff möglicherweise ein zweiter Wolf beteiligt war, werde noch einige Zeit dauern.

In Brandenburg nach sind nach Angaben des Agrarministeriums seit der Wiederansiedlung der Wölfe 2007 bereits 756 Schafe gerissen worden. Im gesamten Vorjahr waren es 185, seit Jahresbeginn bereits 93. In Brandenburg wird derzeit von rund 200 Wölfen ausgegangen, die unter Schutz stehen.

Aus Sicht des Vorsitzenden des Brandenburger Schafzuchtverbandes, Knut Kucznik, muss es eine Obergrenze bei Wölfen im Land geben angesichts der angerichteten Schäden. Tiere, die sich an Schafherden vergreifen, müssten getötet werden. "Wir können das Wettrüsten zum Schutz unserer Herden nicht gewinnen", sagte er. Im Zweifelsfall kommt der Wolf immer an seine Beute heran.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion