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Claudia Duda 19.05.2017 17:55 Uhr - Aktualisiert 19.05.2017 18:11 Uhr

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Bombardier schöpft Hoffnung

Hennigsdorf (MOZ) Beim Zughersteller Bombardier hat am Freitag der Aufsichtsrat getagt. Es ging um den Umbau des Unternehmens. Betriebsratschef Michael Wobst bezeichnete im Anschluss die vorgelegten Konzepte als Basis für weitere Verhandlungen. "Das Treffen war konstruktiv", erklärte Michael Wobst aus Hennigsdorf (Oberhavel). Als Gesamtbetriebsrat vom Bombardier war er am Freitag bei den Gesprächen in Berlin dabei. "Ein externer Berater hat einen Zwischenbericht und damit alternative Vorschläge vorgelegt, die zum ersten Mal überhaupt eine Basis für Verhandlungen sein können."

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In einer Montagehalle des Bombardier-Werkes in Hennigsdorf

© dpa

Einzelheiten wollte er nicht bekanntgeben, jedoch so viel: "Die Vorschläge ermöglichen eine Perspektive, die Serienfertigung in Hennigsdorf zu erhalten." Wie und in welchem Umfang das gelingen kann, müsse sich allerdings erst zeigen, so Wobst. Er hoffe, dass es damit möglich sei, bis zur Jahresmitte Klarheit für die Beschäftigten an allen Bombardier-Standorten in Deutschland zu schaffen.

Seit Monaten wird über die Zukunft von Bombardier diskutiert. Das Unternehmen will weltweit 5000 Arbeitsplätze streichen. Wie sehr das die deutschen Standorte betrifft, ist offen. Allein in Hennigsdorf stehen bis zu 900 Jobs auf dem Spiel. Dazu kommen zwei bis drei Arbeitsplätze je gestrichener Stelle in der Region bei den Zulieferern. Erst 2016 waren 1430 Arbeitsplätze in Deutschland weggefallen, darunter viele von Leiharbeitern.

"Der heute vorgelegte Zwischenbericht des externen Beraters hat eine Öffnung in der Diskussion im Aufsichtsrat ermöglicht", erklärte auch Olivier Höbel, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Metall in Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Nach einer intensiven Debatte war heute klar, dass der gesamte Aufsichtsrat bereit ist, die Vorschläge der externen Beratung zur Grundlage der weiteren Arbeit an einem Transformationsprogramm zu machen. Ob dies allerdings für eine Lösung ausreichend ist, wird der weitere Aushandlungsprozess zeigen", so Höbel. "Wir haben als Arbeitnehmervertreter deutlich gemacht, dass die Veränderung technischer und organisatorischer Prozesse eine soziale Verpflichtung beinhalten muss. Dazu gehören der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und eine intelligente Personalpolitik."

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