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Mathias Hausding 17.07.2017 20:20 Uhr - Aktualisiert 17.07.2017 20:50 Uhr

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Bewährung für Kindesmissbrauch

Frankfurt(Oder) (MOZ) Ein 46 Jahre alter Mann aus Märkisch-Oderland ist am Montag wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem erging die Auflage, dass sich der Angeklagte in psychotherapeutische Behandlung begeben muss.

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Insgesamt elf Vorfälle umfasste die Anklageschrift. So soll der bereits einschlägig Vorbestrafte im Jahre 2009 mehrfach einen damals 13 Jahre alten Jungen sowie in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt drei Mädchen und einen Jungen sexuell missbraucht haben. Das jüngste Opfer war vier Jahre alt.

Im Schuldspruch wurden von der Strafkammer des Landgerichts Frankfurt (Oder) nun acht Fälle berücksichtigt. Die Richter billigten dem geständigen Mann eine verminderte Schuldfähigkeit wegen einer erheblichen Intelligenzminderung zu. Mit dem Strafmaß folgte die Kammer den Anträgen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. Die Nebenklagevertreterin hingegen hatte eine Gefängnisstrafe gefordert.

Zur mit fünf Jahren recht langen Dauer des Verfahrens erklärte ein Gerichtssprecher am Montag, dass eine frühere Terminierung des Prozesses wegen vorrangig zu bearbeitender Haftsachen sowie wegen einer längerfristigen Erkrankung eines früheren Kammermitglieds nicht möglich gewesen sei.

Für Verwunderung hatte gesorgt, dass sich der Angeklagte laut seiner Anwältin nach den Taten vergeblich um einen Therapieplatz bemüht habe. Er war also ohne Behandlung über Jahre auf freiem Fuß. Der Sprecher einer Arbeitsgemeinschaft der Psychiatrischen Fachkliniken in Brandenburg bestätigte dieser Zeitung, dass im laufenden Verfahren keine Therapie durchgeführt werde. Zunächst sei zu klären, welcher Art die Störung des betreffenden Mannes sei, so Ulrich Niedermeyer.

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