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Fußball-Landesliga: Manager Ronny Erdmann richtet Appel an Spieler

Fassungslosigkeit nach Heimdebakel

Ratlos SV-Zehdenick-Manager Ronny Erdmann.
Ratlos SV-Zehdenick-Manager Ronny Erdmann. © Foto: GZ/Gunnar Reblin
Stefan Zwahr / 24.10.2017, 12:05 Uhr
Zehdenick (MOZ) Die 1:5-Heimpleite gegen den FC 98 Hennigsdorf hallte beim Fußball-Landesligisten SV Zehdenick nach. Nach der Schmach vom Sonntag werteten Manager Ronny Erdmann und Trainer Daniel Runge das Erlebnis bei einem Treffen aus. Greifbare Ergebnisse gibt es noch nicht. "Wir haben versucht, Gründe für diesen Auftritt zu finden. Aber ganz ehrlich: Wir sind immer noch ratlos", räumt Erdmann ein. Dass nach dem Spiel von einer empfindlichen Niederlage gesprochen wurde, kann er nicht verstehen. "Diese Formulierung ist mir zu harmlos. Für mich war es ein Debakel. Ich bin schon etwas schockiert."

Schon beim 1:3 vor einer Woche in Angermünde habe die Mannschaft gegen einen Gegner, "der eigentlich sehr bescheiden agierte", eine schwache Leistung gezeigt. Dies wäre am Sonntag noch einmal getoppt worden. "Es wirkte so, als hätten unsere Spieler einen Stock zwischen den Beinen. Niemand hat Normalform erreicht. Ich dachte, die Mannschaft ist weiter." Nach der dritten Niederlage im siebten Saisonspiel betont Erdmann: "Unsere Mannschaft ist noch keine Spitzenmannschaft."

Die Enttäuschung sei riesig. "Mit dem Potenzial der Mannschaft haben wir uns schon was anderes vorgestellt", macht der Funktionär unmissverständlich klar. Im Sommer hatten sich die Havelstädter mit namhaften Leuten wie Eric Grüning, Marc Moldenhauer, Magnus Gaida und Luca Krüsemann (fehlt nach einem Kreuzbandriss) verstärkt. "Die Mannschaft hat in dieser Saison schon gezeigt, was sie kann. Darum sind Auftritte wie am Sonntag noch weniger zu erklären", so Erdmann. Hennigsdorf habe im bisherigen Saisonverlauf sechs Tore erzielt, Angermünde sogar nur vier. "Und wir fressen gegen solche Gegner acht Gegentore. Das wirft natürlich Fragen auf."

An die Mannschaft richtet der Manager einen Appell. "Jetzt müssen die Ärmel hochgekrämpelt werden. Es gibt keine Ausreden mehr. Aber wichtig ist auch, dass wir uns nicht zerfleischen dürfen. Die Spieler müssen sich aber auch mal hinterfragen, ob gegen Hennigsdorf vor den heimischen Fans immer die richtige Einstellung gezeigt wurde."

Am Training liege die jüngste Negativserie nicht. "Wenn die Jungs trainingsfaul wären, würde ich es verstehen. Aber die sind bei den Einheiten vollzählig da und geben Vollgas. Sie sagen selbst, dass sie gefordert und gefördert werden. Leider bringen sie das nicht in jedem Spiel auf den Platz."

Noch sei das Schiff aber nicht untergegangen. "Der Abstand zum oberen Drittel ist noch okay. Wir müssen den Mund abwischen und zurück in die Spur finden." Dafür sei es wichtig, am kommenden Sonnabend etwas Zählbares aus Neustadt mitzubringen.

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