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Oliver Schwers 04.02.2012 07:56 Uhr
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Kreisverkehr hält Dornröschenschlaf

Pinnow (MOZ) Neue Protestaktionen am Kreisverkehr bei Pinnow kündigt die Bürgerinitiative Kreisel 21 an. Deren Mitglieder fühlen sich von der Politik verschaukelt. Zwar ist der geplante und heftig umstrittene Bau einer Kreuzung auf der B 2 zwischen Angermünde und Schwedt offenbar vorerst auf Eis gelegt. Doch wie es jetzt weitergeht, kann scheinbar niemand genau sagen.

Von einem "Dornröschenschlaf" spricht Hartmut Konipanzki, Sprecher der Bürgerinitiative. Und aus dem wollen die streitbaren Aktivisten das Provisorium nun erwecken. Anfang März soll der gesamte Kreisverkehr wegen einer Protestkundgebung erneut komplett gesperrt werden. Für mindestens eine halbe Stunde. Es wäre die dritte Aktion, die vor Ort stattfindet und die auf das Problem aufmerksam machen soll. Sie zielt eindeutig in Richtung Landespolitik. "In Potsdam soll klar werden, dass nicht nur die Schwedter Industrie und Verwaltung, sondern auch die Bürger der gesamten Region eine Lösung wollen, die besser ist als die bisher vorliegende", erklärt Hartmut Konipanzki.

Eingeladen ist Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger, der bereits vor längerer Zeit einen Vor-Ort-Termin anberaumt hatte. Doch eine Entscheidung darüber, wann und ob überhaupt an dem Verkehrsknotenpunkt weitergebaut wird, gibt es nicht. Landrat Dietmar Schulze hat diese Verzögerung bereits kritisiert. Auch er drängt das Land auf eine Entscheidung.

Die Bürgerinitiative übt jedoch Kritik am Umgang mit den von ihr angesprochenen Problemen. Seit Monaten versuchen die Wortführer, ein direktes Gespräch mit dem Ministerpräsidenten oder dem Infrastrukturminister zu vereinbaren. Doch ergebnislos. "Wir wollen, dass endlich mal jemand mit uns redet", so Manfred Grimm von der Bürgerinitiative. "Vielleicht könnten dabei schnell einige Dinge aus der Welt geräumt werden."

Selbst aus dem Kreistag haben die Kreisel-21-Vertreter bislang keine Reaktion auf ihr Anliegen erhalten. Allerdings gibt es eine Erklärung von SPD, CDU und FDP, die eine zügige Realisierung des Bauprojekts fordert und eine Kreisellösung präferiert.

Jetzt haben die Bürger erneut eine Anfrage an Ministerpräsident Matthias Platzeck gestartet. Auch er ist zur Protestaktion eingeladen.

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21.05.2012 18:08:40 Skeptiker

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