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Madig gemacht

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: MOZ
Mathias Hausding / 15.11.2017, 06:45 Uhr - Aktualisiert 15.11.2017, 13:28
Frankfurt (Oder) (MOZ) Fünftausend vermittelte Arzttermine in Brandenburg seit Anfang 2016, also ungefähr 250 pro Monat - das ist gemessen an den Zielen des Gesetzgebers und dem bundesweit rund um die Servicestellen betriebenen Aufwand wenig. Aber es ist nicht so schlecht, wenn man berücksichtigt, dass die Ärzteschaft ihr eigenes Angebot von Anfang an konsequent madig macht, die Bevölkerung nicht offensiv informiert und Anrufern sogar noch in der Warteschleife per Bandansage rät, doch lieber gleich wieder aufzulegen.

Es ist leider immer dasselbe Lied. Deutschland hat eines der teuersten und ineffizientesten Gesundheitssysteme der Welt. Trotzdem bildet sich die hiesige Ärzteschaft auf ihre Selbstverwaltung ganz viel ein und empfindet jeden Eingriff von außen als Affront. Dabei ist offensichtlich, dass etwas schiefläuft, wenn gesetzlich Versicherte monatelang auf einen Facharzttermin warten müssen. Es ist mehr denn je die Pflicht der Politik, hier nachzuhelfen. Die Einführung der Terminservicestellen war und ist keine schlechte Idee.

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