Im Sommer muss im Kindergarten Tantow eine zusätzliche Erzieherin eingestellt werden. Die Einrichtung erfreut sich großer Nachfrage bei den Familien. Darunter sind auch polnische Eltern, die in Tantow, Gartz, Mescherin und Umgebung wohnen und in Stettin arbeiten.
Diese Konstellation ist für Tantow inzwischen zur Normalität geworden. Im Kindergarten wachsen deutsche und polnische Kinder als Spielkameraden auf. "Unsere Mädchen und Jungen wissen, dass es deutsche und polnische Kinder gibt. Aber wer woher kommt, das ist ihnen egal", erzählt Kita-Leiterin Renate Pintschovius.
Doch wieder einmal wird der Platz knapp im Haus Abenteuerland. Ursprünglich wurden in dieser Kita 54 Kinder betreut. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten insgesamt 60 Kinder aufgenommen werden. Weil die Anmeldezahlen weiterhin so hoch sind, hat das Haus bis 2014 eine Sondergenehmigung und darf 65 Kinder betreuen.
"Wir sind natürlich stolz darauf", sagt Kita-Leiterin Renate Pintschovius. Doch sie weiß schon, dass im Sommer das große Umräumen los geht, um vorhandene Räume noch besser nutzen zu können. Wegen hoher Anmeldezahlen gibt es ab September zwei Krippengruppen statt einer. Außerdem betreuen die Erzieher zwei Kita-Gruppen und die Hortkinder. "Manche Muttis kommen schon zu uns, wenn sie noch schwanger sind und wollen ihr Kind anmelden. Das finde ich schön", sagt Renate Pintschovius.
Am gestrigen Tag der offenen Tür hat sich Katarzyna Pokorska aus Stettin im Kindergarten umgesehen. Ihre Familie will nach Deutschland ziehen. Derzeit überlegt die junge Frau, die in Frankfurt (Main) studiert hat und sehr gut Deutsch spricht, ob sie ihren zweijährigen Sohn Jakub in der Kita Tantow oder in Löcknitz anmeldet.
"Wir wohnen so nahe an der Grenze, deshalb möchte ich, dass mein Sohn zweisprachig aufwächst", erzählt Katarzyna Pokorska. In Tantow fühlte sie sich gut informiert, zum Beispiel über die Verpflegung, die die Kita anbietet, und das Platzgeld.